Nachrichten Münster

Di., 13.01.2009

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Fischer sieht für den Nahen Osten schwarz

Der ehemalige Außenminister Joschka Fischer zeigte sich vor Studenten der Universität Münster für eine friedliche Lösung des Gaza-Konflikts pessimistisch. (Foto: Jürgen Peperhowe)

Münster. Der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer hat gestern Abend in Münster ein düsteres Bild für eine Lösung des Gaza-Konflikts gemalt. „Wir sind noch lange nicht an dem Punkt, wo beide Seiten ernsthaft bereit sind...

Von C. Kramer-Santel

Münster - Der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer hat Dienstagabend in Münster ein düsteres Bild für eine Lösung des Gaza-Konflikts gemalt. „Wir sind noch lange nicht an dem Punkt, wo beide Seiten ernsthaft bereit sind, sich zu Friedensgesprächen zusammenzusetzen“, sagte Fischer vor Studenten der Universität Münster.

Dazu trage eine zunehmende Radikalisierung der Palästinenser in religiösen Fragen bei. „Das wird den territorialen Kompromiss noch schwerer machen. Der Wahlsieg der Hamas im Gazastreifen war ein Wendepunkt nach rückwärts“, erklärte er. Auch die Politik der USA habe zur Verschärfung der Lage beigetragen.

Die gesamte Entwicklung im Nahen Osten mache eine Vermittlung immer schwieriger. Fischer kritisierte die bisherigen Versuche der EU, zu einer Lösung beizutragen, als diplomatisch zu verzettelt. Eine erfolgreiche Vermittlung benötige emotionale Nähe sowie Glaubwürdigkeit.


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