Nachrichten Münster
Sa., 07.08.2010
Forschungsinstitut wird nach Hans Schöler benannt
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Diese Ehre wird Wissenschaftlern meist erst posthum zuteil. Prof. Dr. Hans Schöler wird sie bereits zu Lebzeiten erwiesen. Das Ulsan National Institute of Science and Technology (UNIST) in Südkorea wird ihr neues Stammzelleninstitut nach dem münsterischen Forscher benennen. Am 13. August soll das „Hans Schöler Stem Cell Research Center“ in Ulsan, Südkorea, im Rahmen eines Symposiums mit hochkarätigen Teilnehmern und Gästen feierlich eröffnet werden, teilte gestern das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin mit. Schöler - einer der Direktoren des münsterischen Instituts - wird zur Eröffnung das rote Band durchschneiden.
Der Max-Planck-Forscher pflegt seit vielen Jahren den Austausch mit koreanischen Wissenschaftlern.
Schöler als Namenspatron zu wählen, war dem Präsidenten von UNIST, Dr. Cho Moo Je, eine Herzenssache: „Dr. Schöler ist ein weltweit führender Stammzellforscher mit hohen ethischen Standards. Er war der erste Wissenschaftler, der den für die Reprogrammierung von Körperzellen entscheidenden Faktor Oct4 beschrieben hat. Außerdem schätzen wir sehr, dass er seit vielen Jahren junge südkoreanische Wissenschaftler tatkräftig bei ihrer Karriere unterstützt. Im Hinblick auf seine außergewöhnlichen wissenschaftlichen Leistungen und seine hervorragende Reputation zögerten wir keinen Moment, unser neues Stammzellinstitut nach Hans Schöler zu benennen“, so Je.
Für Hans Schöler kam diese Benennung völlig überraschend: „Ich hätte nie gedacht, dass ein Forschungsinstitut nach mir benannt wird. Darüber freue ich mich sehr.“
Das UNIST, 2007 in Südkorea gegründet, möchte laut Mitteilung des Max-Planck-Instituts nicht nur eine der wichtigsten Universitäten des Landes werden, sondern auch eines der weltweit führenden Zentren für Biowissenschaften und Technologie.
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