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Fr., 30.04.2010

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Im Finale: Ein Roboter für Manila

Viktor Gorte, Max Lackmann, Martin Klüsener und Max Stracke (v.l.) begannen mit ihrem Roboter (kleines Bild) gestern sofort am Original-Wettbewerbstisch mit dem Training für das Finale in Manila. Foto: (uwa)
Von Uwe Wahlbrink

Münster - In ihrer Kindheit wurden aus Lego-Bauteilen Häuser. Jetzt haben Max Stracke, Viktor Gorte und Max Lackmann daraus einen Erfolgsroboter konstruiert, der sie nach Manila bringt. Die Schüler der Erich-Klausener-Realschule gewannen in Beckum die „World Robot Olympiad 2010“ in der Kategorie Junior Highschool und qualifizierten sich damit für das Finale in der philippinischen Hauptstadt im November.

Ein elektronisches Signal ertönt, als der 14-jährige Max Stracke den Roboter einschaltet. Dann sucht sich die namenlose Konstruktion selbstständig den Weg eine Linie entlang, fährt gegen eine Wand, wo sie einen Schalter drückt, dreht und durchquert ein Tor, ohne es zu berühren. Als Nächstes stößt sie eine Getränkedose vom Tisch, ergreift an der Kante gegenüber eine neue Dose und strebt zügig damit über die Ziellinie.

„Das hätte die Höchstzahl von 110 Punkten gegeben“, sagt Max Lackmann (15) stolz. In Beckum reichten schon 90 im ersten von zwei Wertungsläufen. Die Vorführung findet bereits auf dem Original-Wettbewerbstisch statt. Informatiklehrer Martin Klüsener hat ihn extra nach dem Wettbewerb abgeholt, damit seine Schüler optimal für das Finale trainieren können.

Der Pädagoge hat sie bei der etwa dreiwöchigen Vorbereitung auf die Qualifikation so selbstständig wie möglich arbeiten lassen. Das zahlte sich im Wettkampf aus, den die Lehrer nur per Video aus einem Nebenraum verfolgen durften. Als Probleme am Roboter drohten, wussten die drei sich zu helfen. „Bei den anderen konnten die Roboter manchmal mehr als die Schüler“, sagt Max Stracke, und das Trio schmunzelt. Nervös sei keiner von ihm gewesen.

Ausgezahlt haben sich auch die Greifarme ihres Roboters. Mancher der elf Konkurrenten schob die zweite Dose vom Tisch, weil sie tückisch genau an dessen Kante platziert war.

Bei Viktor Gorte ist der Funke im Unterricht übergesprungen. „Ich denke, dass ich einen Beruf erlenen werde, in dem ich Informatik nutzen kann“, sagt der 15-Jährige. Seine Mitstreiter sind noch unentschlossen.

Auf die drei erfolgreichen Bastler und Programmierer wartet jetzt noch ein ungleich größeres Problem, das mit Elektronik nichts zu tun hat: die Finanzierung der Reise. Denn die war im Preis nicht enthalten. Jetzt sind sie auf Sponsorensuche.


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