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Fr., 14.05.2010

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Münsters Grüne wollen in Düsseldorf keine Koalition mit der FDP

Die Grünen diskutierten mit der frisch gewählten Landtagsabgeordneten Josefine Paul (l.) das Wahlergebnis vom Sonntag.Foto: (rsc)
Von Ruben Schulte

Münster - Wie schwierig die Pokerrunde um eine Koalition im Düsseldorfer Parlament in den kommenden Tagen ausfallen wird, zeigt sich selbst an der Basis der vermeintlichen Wahlgewinner. Denn bei der Versammlung zur Aussprache über die Landtagswahl konnten sich Münsters Grüne auf keinen klaren Kurs einigen. Nur so viel steht fest: Die FDP wollen sie auf keinen Fall mit ins Boot holen. Das habe die Partei ihren Wählern versprochen.

Es sei insbesondere falsch, deutlich abgewählten Teilen der Regierung wieder zur Macht zu verhelfen. „Herr Pinkwart ist einer der blödesten Minister der letzten Jahre. Da möchte ich nicht, dass er im Amt bleibt“, schmiss eine junge Frau eine ziemlich saloppe Bemerkung in die Runde. Aber auch weil man schon im Stadtrat mit der FDP auf Kriegsfuß stehe, könne ein Bündnis à la Jamaika in Düsseldorf kaum funktionieren, hieß es. Und noch ein drittes Argument gegen die Zusammenarbeit mit den Liberalen: Die Absage an Jamaika vor den Wahlen habe wohl auch zum deutlichen Stimmenplus für die Grünen beigetragen.

Gegenüber der Linkspartei zeigten sich die Grünen hingegen weniger abgeneigt, auch wenn die Wortwahl für die mögliche Koalition noch falsch sei: Die müsse nämlich „rot-grün-rot“ heißen, schon wegen der Stimmenanteile. 

„Mit den Linken haben wir durchaus Schnittmengen, aber unrealistische Forderungen müssen die streichen - eine 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich ist aberwitzig, genauso wie der FDP-Vorschlag zu Steuersenkungen“, befand Kreisvorstandssprecher Daniel Sandhaus.

Die neue Landtagsabgeordnete Josefine Paul stieß aus Düsseldorf kommend zur Diskussionsrunde, hatte aber keine heißen Informationen aus erster Hand dabei: „Da ist alles neu, eine Stimmung wie bei der Einschulung.“ Alles Weitere müssten die Gespräche zwischen den Parteien zeigen.

Falls die für die Grünen negativ ausgehen , können einige münsterische Parteimitglieder auch mit einer Rolle in der Opposition leben - dies habe schon fünf Jahre gut funktioniert. Die anderen konnten bei diesem Vorschlag nur die Nase rümpfen.


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