Nachrichten Münster
So., 01.03.2009
Party-Police warnt vor Alkohol
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Münster - Michael hat ein Problem: Er kann das Auto nicht mehr auf der Fahrbahn halten. Kein Wunder, bei 0,8 Promille Alkohol im Blut. Verwunderlich ist nur: Michael hat gar nichts getrunken. Vielmehr hat der Maschinenbauer den Fahrsimulator benutzt, den die „Dont drink and drive-Patrol“ im Goparc aufgestellt hatte. So will die „Party-Police“ zeigen, wie es sich anfühlt, betrunken zu fahren: „Das Blickfeld ist eingeschränkt, man bekommt wacklige Knie“, so das Resümee von Michael - der eigentlich nie trinkt.
Monika Geiger, Teamleiterin der „Party-Police“, einer Gemeinschaftsaktion der Polizei NRW unter der Schirmherrschaft von Innenminister Ingo Wolf, ist zufrieden. „Wir wollen darauf hinweisen, dass Fahren unter Alkohol nicht gutgehen kann.“
Auch Discobetreiber Steve Ley begrüßt die Aktion: „Alkohol und Auto ist bei uns ein Dauerthema“, so der Discobetreiber. Gerade bei den Fahranfängern gehe es dabei um Prävention und Aufklärung. „Dabei achten wir zwar darauf, dass einzelne, wenn sie einen gewissen Pegel erreicht haben, keinen Alkohol mehr bekommen, aber leider können wir nicht kontrollieren, ob sie anschließend noch fahren.“ Wenn es aber auffalle, könne es auch schon einmal vorkommen, dass der Schlüssel konfisziert werde.
Die Fahrer erhielten am Eingang der Disco ein Armband - und die alkoholfreien Getränke zu einem Sonderpreis. Zudem gab es ein Sicherheitstraining auf dem Nürburgring zu gewinnen, und die Mädels der „Party-Police“ gingen mit Reaktionsstäben, ähnlich einem Lineal, durch die Disco, um die Reflexe zu testen.
„Die Prävention ist einfach sehr wichtig“, so Ley, der den Fahrsimulator natürlich ausprobierte. Endresultat: Die Fahrt endete mit dem Tod eines Rehs, und auch die Vorfahrtsregeln wurden nicht eingehalten.
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