Nachrichten Münster
Sa., 22.11.2008
Polizei findet Waffe nicht
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Münster. Die Dienstwaffe des Leiters der Direktion Kriminalität im Polizeipräsidium, Ernst Träger, bleibt unauffindbar. Eine Revision des kompletten Waffenbestandes – immerhin mehr als 1000 Stück – hat laut Polizeisprecher Klaus Laackman zwar ergeben, dass nicht noch mehr Waffen fehlen – der „erhoffte Nebeneffekt“, dabei auf Trägers Waffe zu stoßen, blieb aber aus.
Auch nach dem Abschluss der Revision wird die Suche nach der vermissten Pistole weitergehen, so Laackman. So sollen „mögliche Liegeorte“ aufgesucht werden, Stellen also, an denen Träger die Waffe vergessen haben könnte. Nach wie vor sei aber auch nicht auszuschließen, dass sie entwendet worden ist.
Die Pistole war Ende Mai in einem Schließfach deponiert worden. Als Träger dieses Fach einige Zeit später wieder öffnete, fehlten sowohl die Waffe als auch ein Munitionskoffer mit 30 Schuss. Die Behörde leitete sofort eine umfassende Suche ein, die bis heute ergebnislos blieb.
Mit disziplinarischen Maßnahmen muss Träger gleichwohl nicht rechnen. „Die Frage eines möglichen Dienstvergehens wurde im Polizeipräsidium durch die entsprechende Fachabteilung geprüft“, sagt Laackman. „Ein Disziplinarverfahren wurde nicht eingeleitet, weil keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte vorlagen, die den Verdacht eines Dienstvergehens rechtfertigen würden.“
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