Nachrichten Münster
Di., 09.03.2010
Stadt fördert Baugemeinschaften
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Münster - Mit der Gesellschaft verändern sich auch die traditionellen Wohnstrukturen. Neben die Familie treten neue Formen des Zusammenlebens und -wohnens, auf die sich Architektur und Städtebau erst allmählich einstellen. Die Stadt und das städtische Tochterunternehmen Wohn- und Stadtbau wollen nun mit ihrem Projekt „Gemeinsam Bauen - Baugruppen und Baugemeinschaften“ die Suche nach neuen Formen gemeinschaftlichen Wohnens beschleunigen.
Die Idee ist so einfach wie interessant: Menschen, die gleiche oder ähnliche Vorstellungen davon haben, wie und mit wem sie leben wollen, erarbeiten ein Konzept und legen es der Stadt und der Wohn- und Stadtbau vor. Wer das innovativste Projekt präsentiert, hat die größten Chancen, den Zuschlag für eines von fünf Grundstücken zu erhalten. Dort, so das Ziel, realisieren die Bauherren und -frauen „selbstbestimmt, innovativ und kostengünstig“ ihre Vision vom Wohnen.
„Wir wollen, dass jeder sein Wohn-Glück findet“, betont Klemens Nottenkemper, Geschäftsführer der Wohn- und Stadtbau. Wie das geht, haben andere Städte - wie Köln oder Tübingen - bereits vorgemacht. Dort finden sich seit Jahren Menschen zusammen, um gemeinsam zu bauen.
Was dort funktioniert, sollte auch in Münster möglich sein, betonen Stadt sowie Wohn- und Stadtbau. Junge Familien, die kostengünstig Eigentum erwerben wollen, können sich ebenso zusammentun wie eine alleinstehende Mutter mit ihrer besten Freundin oder Senioren, die der Vereinsamung im Alter entgehen wollen. Auch multiethnisches Wohnen oder „spannende Verbindungen von Wohnen und Arbeiten“ seien denkbar, betont Nottenkemper. Voraussetzung: Die Hauseigentümer in spe müssen ihr Vorhaben selbst finanzieren und nach Ende der Bauarbeiten mindestens fünf Jahre auch dort wohnen.
Die Grundstücke, die die Stadt vorhält, befinden sich in Coerde, Alt-Gievenbeck, Handorf, Hiltrup und Nienberge. Zwischen zwei und 22 Haushalte sollen dort ihren Traum vom eigenen Heim realisieren können.
Von Donnerstag bis Sonntag wird das Projekt auf der Messe „Bauen und Wohnen“ vorgestellt. Am Samstag um 13.30 Uhr findet dort auch ein Fachvortrag statt (Messebühne, Halle Süd). Eine Info-Veranstaltung folgt am 24. März um 17.30 Uhr im Gebäude der Stadtwerke.
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