Osmo-Hallen teilweise gesperrt

Do., 26.01.2012

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Hallendach gefährdet / Kanalweg gesperrt / Heaven ist stabil

Osmo-Hallen teilweise gesperrt : Hallendach gefährdet / Kanalweg gesperrt / Heaven ist stabil

Einsturzgefährdet sind Teile der Osmo-Hallen. Das ergab ein Gutachten des Ingenieurbüros Thomas & Bökamp. Eine weitere öffentliche Nutzung ist damit vorerst ausgeschlossen. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Wegen Einsturzgefahr sind am Donnerstag Teile der Osmo-Hallen gesperrt worden. Auch der Kanalseitenweg wurde abgeriegelt.


Public Viewing, Oktoberfeste und Sportevents – die Osmo-Hallen am Kreativkai haben für viele Münsteraner Kultstatus.

Doch die großen Veranstaltungen in den alten Lagerhallen gehören ab sofort der Vergangenheit an. Wegen möglicher Einsturzgefahr und Gefährdung der Besucher hat das Bauordnungsamt der Stadt Münster gestern die Durchfahrt gesperrt und ferner auch den Kanalseitenweg, der an der Wasserkante entlang der Hallen führt, abgeriegelt.

Grund für diese Maßnahme war ein Gutachten der Ingenieurgesellschaft Thomas & Bökamp. Darin heißt es, „dass in Teilen der Hallen ständig die Möglichkeit des Herabstürzens von Einzelteilen der Dacheindeckung besteht. Zudem sind weite Teile der Hallen nicht standsicher, sondern sogar akut einsturzgefährdet“. In Auftrag gegeben wurde dieses Gutachten von den Eigentümern Rainer M. Kresing und Andreas Deilmann, die große Teile der Osmo-Hallen vom Insolvenzverwalter Michael Mönig erworben haben. Mönig verwaltet die Immobilie, die früher der pleitegegangenen Firma Ostermann & Scheiwe gehörte, seit über zehn Jahren.

Da eine kurzfristige Bebauung des Hallenareals aktuell nicht geplant ist, sollte der Osmo-Bereich nach Auskunft von Kresing – wie auch in den vergangenen Jahren – für öffentliche Veranstaltungen vermietet werden.

Um den erforderlichen „Versicherungsschutz nachweisen“ zu können und die Auflagen für die Verkehrssicherungspflicht zu erfüllen, so Kresing, habe man ein Statikerbüro mit der Hallen-Begutachtung beauftragt.

Details des Gutachtens sollen heute vorgestellt werden. Wie Kresing auf Anfrage unserer Zeitung andeutete, ist der Bereich der Szene-Gastronomie Heaven von den Restriktionen nicht betroffen. „Die dortige Hallenkonstruktion ist jünger.“

Seit Jahren wird über die Zukunft der Osmo-Hallen diskutiert, teilweise auch gestritten. Deilmann/Kresing planen eine Wohnbebauung, an der Wasserkante soll es eine öffentliche Nutzung geben. Dieser Geländestreifen gehört den Stadtwerken. Zum umstrittenen Konzept, das jetzt in einem Masterplan festgezurrt wurde, gehört auch die Verlagerung der Gastronomie auf die Südseite des Kanalbeckens.


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