Münsters gute Stube
Wir öffnen Wege zu verborgenen Orten am Prinzipalmarkt

Münster -

Münsters gute Stube gehört zu den meist fotografierten Motiven in Münster. Im Rahmen einer Serie unserer Zeitung öffnen wir in Kooperation mit den Geschäftsleuten des Prinzipalmarkts Türen zu Orten, die der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich sind. Es geht in historische Kellergewölbe, Werkstätten und auf Dachterrassen.

Freitag, 23.02.2018, 21:02 Uhr

Ein touristischer Anziehungspunkt, beliebte Einkaufsstraße und ein Platz für Feste ist der Prinzipalmarkt, der mit seinen Giebelhäusern in historischem Stil glänzt.
Ein touristischer Anziehungspunkt, beliebte Einkaufsstraße und ein Platz für Feste ist der Prinzipalmarkt, der mit seinen Giebelhäusern in historischem Stil glänzt. Foto: Matthias Ahlke

Im jahrhundertealten Kellergewölbe sind die Schritte der Passanten zu hören, die oben unter den Bögen des Prinzipalmarkts entlanggehen und auf die schweren Metallabdeckungen der Kellerschächte treten. „Katakomben“ nennt Kaufleute-Sprecher Thomas Zumnorde das weit verzweigte Keller-Labyrinth unter den historischen Häusern in Münsters guter Stube. Spannende, der Öffentlichkeit verborgene Orte gibt es nicht nur unter der Erde, sondern an vielen Stellen hinter den repräsentativen Fassaden. Unsere Zeitung wirft in einer Serie spannende Blicke hinter die Kulissen und begleitet ausgeloste Leser bei exklusiven Führungen.

Es öffnen sich dabei Türen in renommierte Juwelierwerkstätten, in Hinterhöfe des Prinzipalmarkts und in riesige Warenlager. Thomas Zumnorde beispielsweise führt in ein rund 1000 Quadratmeter großes Kellerlabyrinth, in dem rund 70 000 Paar Schuhe lagern – teils in archivähnlichen Rollregalen.

Ungewöhnliche Perspektiven auf den Prinzipalmarkt

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  • So kennen wir den Prinzipalmarkt: Arkaden, Giebel und heimelige Beleuchtung. Doch wir wagen einen Blick auf die unbekannten Seiten von Münsters „guter Stube“.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Auf der Rückseite der repräsentativen Giebelfront der Prinzipalmarkt-Häuser schließen sich Lager- und Verkaufsräume an, die über Flachdächer miteinander verbunden sind. Manche Häuser mit zwei Giebeln an Münsters Guter Stube verjüngen sich wegen der tortenförmig gestalteten Grundstücke zu einem Giebel an der Rückseite. Bei exklusiven Führungen im Rahmen unserer Prinzipalmarkt-Serie können Leser auch den Turm von St. Lamberti aus ungewöhnlicher Perspektive sehen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Apropos Lambertikirche: Die sah 1870 noch ganz anders aus.

    Foto: Friedrich Hundt
  • Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die zerstörten Häuser am Prinzipalmarkt nach strengen Vorgaben wiederhergestellt.

    Foto: Stadt Münster/Sammlung Stadtarchiv
  • Hinter den prächtigen Prinzipalmarkt-Giebeln verbergen sich einige Geheimnisse.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Thomas Zumnorde klettert in einem Schacht, der auf den Bürgersteig des Prinzipalmarkts führt.

    Foto: hö
  • Bei den exklusiven Führungen bekommen unsere Leser beispielsweise einen Einblick in die Werkstatt bei Juwelier Osthues.

    Foto: hö
  • Um Karten für die Führungen zu gewinnen, müssen ab dem 10. März Bilderrätsel gelöst werden.

    Foto: Matthias Ahlke

Auch in der Traditionsgaststätte Stuhlmacher geht es in den Untergrund des 1470 erbauten Hauses – in den großen Bierkeller. Zudem öffnen wir den Blick in die Küche, in Kühlhäuser und Lagerflächen in den Kellern aus dem 15. Jahrhundert, die zum Teil noch erhalten sind.

Hoch hinaus geht es im Modehaus Schnitzler, das seine Giebel-Bar öffnet, die bereits während der Skulptur-Projekte einen Blick auf die Rückseite der Giebel freigab. Geöffnet wird für eine Leser-Führung auch die Schneiderei, „und es gibt einen kleinen Exkurs in die Geschichte der Gärten am Domplatz“, verrät Inhaber Andreas Weitkamp.

Spannend wird es auch im 1891 gegründeten Familienunternehmen Kösters. Im Haus der Wohnkultur erklärt der Urenkel des Unternehmensgründers, Jan Eismann, wie die Logistik funktioniert und organisiert eine Führung vom Lager bis zur Versandabteilung.

Schulterblicke in der Welt renommierter Goldschmiede und Uhrmacher sind bei Juwelier Oeding-Erdel möglich.

Bei den exklusiven Führungen erwarten die Besucher zudem interessante historische Details und spannende Hintergrundgeschichten. Für viele Bürger ist der Prinzipalmarkt, auf dem auch Münsters große Feste gefeiert werden – vom Karneval bis zum Kramermahl – die Identifikationsfläche schlechthin. Zumnorde: „Wir zeigen jetzt Verborgenes und nicht Alltägliches.“

Karten für exklusive Führungen

Im Rahmen einer Serie werden in monatlichen Folgen verborgene Orte am Prinzipalmarkt vorgestellt. Jene Leser, die eines der monatlichen Bilderrätsel lösen, können exklusive Führungen durch unterschiedliche Prinzipalmarkt-Häuser gewinnen. Für die Führungen werden je nach räumlichen Möglichkeiten zehn bis 20 Karten verlost. Das erste Bilderrätsel erscheint am 10. März.

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