Sa., 05.08.2017

Skulptur-Projekte-App Promenade hat Lücken - Verwirrung auf der Leezen-Autobahn

In der Sackgasse: Die Promenade endet an diesem Punkt auf Höhe der Raphaelsklinik, kurz vor der Windthorststraße, einfach – zumindest in der Skulptur-Projekte-App für Apple-Geräte. Fortgesetzt wird sie erst am Stadtgraben.

In der Sackgasse: Die Promenade endet an diesem Punkt auf Höhe der Raphaelsklinik, kurz vor der Windthorststraße, einfach – zumindest in der Skulptur-Projekte-App für Apple-Geräte. Fortgesetzt wird sie erst am Stadtgraben. Foto: mfk

Münster - 

Nutzer der offiziellen Skulptur-Projekte-App reiben sich verwundert die Augen: Auf Apple-Geräten existiert ausgerechnet Münsters berühmte Leezen-Autobahn – die Promenade – in weiten Teilen gar nicht.

Von Markus Kampmann

Moderne Technik hat manchmal ihre Tücken. Zum Beispiel Navigationsgeräte, die Nutzer in die Irre führen – ob wortwörtlich aufs falsche (Bahn-)Gleis oder in die Elbe, in der sich im vergangenen Jahr vier Männer wiederfanden, die ihrem Navi vertrauten.

Verwundert die Augen reiben könnten sich auch Kunstbegeisterte aus Nah und Fern, die die offizielle Skulptur-Projekte-App auf einem Apple-Gerät nutzen: In dieser existiert ausgerechnet Münsters berühmte Leezen-Autobahn – die Promenade – in weiten Teilen gar nicht.

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Sie endet dort auf Höhe der Raphaelsklinik in Richtung Südwesten einfach im Nichts. Wer mit dem Finger weiter wischt und die Fortsetzung sucht, wird selbst am Ludgeriplatz noch nicht fündig. Erst am Stadtgraben taucht die Promenade wieder auf.

Apple-Pendant zeigt Defizite gegenüber "Google Maps"

Für dieses Malheur kann aber der Herausgeber, das LWL-Museum für Kunst und Kultur, nichts. Denn für die „SP17“-App greift er auf die Kartenanwendungen von „Google Maps“ (auf Android-Geräten) beziehungsweise „Apple Maps“ (auf iOS-Geräten) zurück.

Während sich bei „Google Maps“ die Promenade – wie in fast jeder Münster-Karte – als grüner Ring um die Innenstadt erstreckt, ist sie im Apple-Pendant kaum zu erkennen, wird sie doch – bar jeglichen Grüns – im munteren Wechsel mal als dünnere graue Linie, mal als dickere weiße angezeigt. Was durchaus geeignet ist, nicht nur Radfahrern die Orientierung zu rauben, sondern auch Autofahrer auf die „Radler-Autobahn“ zu locken. Denn als ebensolche weißen Linien werden die meisten ganz gewöhnlichen Straßen dargestellt.

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Besondere Vorsicht ist hier zwischen Neutor und Am Kreuztor geboten: Denn hier heißt die Promenade nicht wie sonst zumeist einfach „Promenade“ oder auch mal „Neubrückenpromenade“, sondern „Hollenbeckerstraße“. Was schlichtweg falsch ist, verbindet diese doch die Münzstraße mit dem Rosenplatz. Immerhin ist die angebliche „Hollenbeckerstraße“ dort wiederum als grauer Strich dargestellt, was Nutzern zumindest andeutet, dass dies keine richtige (Auto-)Straße ist.

"Darstellung nicht gerade optimal"

Dass die Darstellung in der Apple-Karte nicht gerade optimal ist, sei im LWL-Museum schon aufgefallen, teilt Judith Freyfrei, Sprecherin der Skulptur-Projekte, mit. Nicht aber, dass Teilstücke von der Promenade gar nicht eingezeichnet sind. Sie will sich nun dafür einsetzen, dass auch auf iOS-Geräten die Google-Maps-Karten verwendet werden.

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