Albachten

Do., 12.01.2012

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Wetterschutz, der wenig bringt

Die Bushaltestelle an der Dülmener Straße: Wer dort bei Regen, Schnee oder Hagel ein schützendes Dach über dem Kopf sucht, wird schnell enttäuscht - der Unterstand gewährt nur wenig Witterungsschutz.Foto: (sch)
Von Thomas Schubert

Münster-Albachten - Dieter Bach ist keineswegs sauer. Vielmehr will er - so betont der Albachtener - den Verantwortlichen der Stadt im Hinblick auf die Bushaltestelle Dülmener Straße „einen Denkanstoß geben“. Denn das Buswartehäuschen, das sich vor der örtlichen Sparkassenfiliale befindet, ist aus Bachs Sicht als Schutzunterschlupf alles andere als alltagstauglich.

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„Das Wartehäuschen an der Dülmener Straße bei uns in Albachten hat überhaupt keine Funktion, um jemand bei Regen beziehungsweise schlechtem Wetter zu schützen“, sagt Bach. Von seiner Höhe und seiner Länge her sei es in Ordnung. In der Breite lasse es jedoch zu wünschen übrig. Das habe er des Öfteren feststellen müssen, so der Albachtener.

Wer sich als Fahrgast bei widrigen Wetterbedingungen im Häuschen unterstelle, glaube erst einmal, ein Dach über dem Kopf zu haben und vor Regen, Hagel und Schnee gefeit zu sein. Doch das sei nicht der Fall, bemängelt Bach. Aufgrund der unzureichenden Breite werde so gut wie gar kein Schutz geboten. „Ich meine, hier sollte schnellstens Abhilfe geschaffen werden“, unterstreicht der Albachtener. Er hält das Buswartehäuschen in seiner jetzigen Form für eine „Fehlplanung“: „Für Werbung gut geeignet, aber nicht für unsere älteren Bürger sowie für Mutter und Kind.“

Laut Dieter Bach gibt es viele ältere Menschen - nicht zuletzt auch aus dem benachbarten Awo-Seniorenzentrum - sowie Rollstuhlfahrer, Nutzer von Rollatoren und Mütter mit Kinderwagen, die bei schlechtem Wetter beim Warten auf den Bus nassgeregnet werden. Obwohl die Haltestelle selbst unlängst behindertengerecht umgebaut worden sei, sei das Wartehäuschen als trockener Unterschlupf für Behinderte und ältere Bürger schlichtweg untauglich.

Alexander Buttgereit vom städtischen Tiefbauamt kann Dieter Bachs Einwände durchaus nachvollziehen. Das Problem sei bekannt. Auch aus anderen Stadtteilen habe es bereits Beschwerden über zu schmal dimensionierte Wartehäuschen gegeben. Diese seien als „Kurzversion“ überall dort zu finden, wo größere Fahrgastunterstände aufgrund unzureichender Platzverhältnisse nicht aufgestellt werden könnten. Auch an der Dülmener Straße sei dies der Fall. Dort und an einigen anderen Haltestellen im Stadtgebiet könne es auch kein ausladenderes Dach geben, da den Bussen bei der Anfahrt sonst der Außenspiegel demoliert werde. Vor diesem Hintergrund sage man sich bei der Stadt im Hinblick auf die Wartehäuschen: „Lieber ein geringes Angebot als gar kein Angebot“, stellt Buttgereit klar.


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