Städtisches Tiefbauamt will Bahnhofstunnel im Sommer sanieren / Gestaltungswettbewerb?

Di., 21.02.2012

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Albachtens Schmuddelecke

Städtisches Tiefbauamt will Bahnhofstunnel im Sommer sanieren / Gestaltungswettbewerb? : Albachtens Schmuddelecke

Blick in den schmuddeligen Albachtener Bahntunnel: Die Unterführung, die insbesondere im mittleren Bereich stark mit Graffiti-Schmierereien verunstaltet ist, soll im Sommer ein Stückchen attraktiver gemacht werden. Foto: sch

Münster-Albachten - 

Aus der Sicht vieler Albachtener – insbesondere von Bahnkunden – ist der Tunnel, der am örtlichen Schienenhaltepunkt die Unterquerung der Gleise möglich macht, eine Schmuddelecke. „Der Tunnel müsste grundsaniert werden“, sagt Manfred Rösmann. Der sozialdemokratische Fraktions-Chef der Bezirksvertretung West liegt damit auf einer Linie mit dem städtischen Tiefbauamt, das eine Sanierung der Albachtener Bahnunterführung auf seiner Vorhabenliste hat.

Von Thomas Schubert

Dem Tiefbauamt schweben bislang die Erneuerung beschädigter Glasbausteine sowie die Säuberung von Tunnelwänden und Tunneldecke vor. Dies soll, so Mitarbeiter Jürgen Teigelmeister, im Sommer dieses Jahres passieren. Doch damit allein scheint es zur Attraktivitätssteigerung des Albachtener Schienenhaltepunkts beileibe noch nicht getan.

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Es gibt noch weitere Ansatzpunkte, über die laut Rösmann gesprochen werden müsste. Wer einen Kinderwagen oder einen Rollstuhl durch die viel genutzte Unterführung schieben will, hat es aufgrund der beengten Verhältnisse schwer. Nur etwa 90 Zentimeter stehen in der Breite im stufenlosen Randbereich zur Verfügung. „Unmöglich dort, die Brüstung müsste um etwa 50 Zentimeter verlegt werden“, sagt Rösmann.

Denn bei einer Versetzung des Treppengeländers stünden dann 1,40 Meter zur Verfügung. Auch Dr. Gerhard Bonn von der münsterischen Seniorenvertretung bemängelt, dass es viel zu wenig Platz gebe, einen Kinderwagen oder einen Rollstuhl ohne große Komplikationen durch den Tunnel zu befördern. Senioren mit Rollatoren hätten ebenfalls Probleme. Alleine könne ein Rolli-Fahrer die Unterführung ohnehin nicht nutzen: „Viel zu steil. Ohne fremde Hilfe ist das schier unmöglich. Wer im Rollstuhl sitzt, kommt da gar nicht runter.“

Laut Jürgen Teigelmeister hat das Tiefbauamt jedoch nicht vor, in dieser Hinsicht etwas zu unternehmen: „Das steht aktuell nicht auf der Agenda.“ Darüber hinaus tritt in der Gleisuntertunnelung – abhängig vom Wetter – immer wieder Schwitzwasser auf. „Dann sind die Wände klatschnass, und auf dem Boden bilden sich Pfützen“, bemängelt Rösmann. Der Tunnel ist aus Sicht des SPD-Chefs zwar kein Angstraum, gleichwohl mache es zudem Sinn, ihn auch mit Beleuchtung auszustatten, da es dort bei Dunkelheit kein Licht gebe.

Darüber hinaus wurmt Manfred Rösmann, dass die Wände der Gleisunterführung immer wieder von Graffiti-Schmierereien verunstaltet werden. Möglicherweise könne man über die Bezirksvertretung einen Wettbewerb ins Leben rufen, bei dem Graffiti-Künstler die Wände ansprechend gestalteten: „Vielleicht hätten wir dann Ruhe.“

Dass solche Wettbewerbe in der Tat dazu beitragen können, wilden Schmierereien einen Riegel vorzuschieben, ist laut Jürgen Teigelmeister nicht von der Hand zu weisen. Deshalb stehe das Tiefbauamt einem derartigen Vorschlag durchaus aufgeschlossen gegenüber: „Wir haben kein Problem damit.“


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