Nikita Rjabinin wird Zweiter beim Malwettbewerb der russischen Vereinigung „Frauen unserer Stadt“
Grundschüler gewinnt Stipendium

Münster-Albachten -

Ein Stipendium für ein Designstudium an einer Moskauer Hochschule hat der Albachtener Grundschüler Nikita Rjabinin bei einem Malwettbewerb gewonnen. Doch erst einmal steht der Besuch des Gymnasiums an. Was in acht Jahren sein wird, dazu will sich Nikita nicht festlegen.

Freitag, 11.04.2014, 23:04 Uhr

Malen und Zeichnen sind Hobbys des zehnjährigen Nikita Rjabinin. Bei einem internationalen Malwettbewerb hat der Grundschüler mit einem Bild (kl.Foto) ein Stipendium für ein Designstudium in Moskau gewonnen.
Malen und Zeichnen sind Hobbys des zehnjährigen Nikita Rjabinin. Bei einem internationalen Malwettbewerb hat der Grundschüler mit einem Bild (kl.Foto) ein Stipendium für ein Designstudium in Moskau gewonnen. Foto: mfe

Nikita Rjabinin muss sich nicht unbedingt Sorgen darüber machen, was er nach der Schule anfangen soll. Im Zweifel kann der zehnjährige Grundschüler aus Albachten sein Hobby zum Beruf machen und ein Designstudium an einer Moskauer Hochschule aufnehmen. Das Stipendium dafür hat er schon – er hat es bei einem internationalen Zeichenwettbewerb gewonnen. Der Platz wird ihm bis nach seinem Schulabschluss freigehalten.

Zeichnen und Malen gehören zu den Lieblingsbeschäftigungen des Zehnjährigen. Seine Mutter Irene musste ihn deshalb auch nicht lange überreden, ein Bild für den Wettbewerb der russischen Vereinigung „Frauen unserer Stadt“ zu malen. „Bei diesem Wettbewerb wurden weltweit Kinder gebeten, Russland mit ihren Augen darzustellen“, erklärt Birgit Lückemeier vom Förderverein Münster-Rjasan, die Nikitas Mutter über den deutsch-russischen Kulturverein „Talant“ kennt. „Talant“ ist ein Treffpunkt in Gievenbeck für alle Altersgruppen und Nationalitäten mit einem umfangreichen Programm.

Nikita war schon zweimal in Russland, es ist die Heimat seiner Eltern, und seine Großmutter lebt heute noch dort im sibirischen Orenburg. Also lag dem Schüler das Thema, und er hatte schnell eine Idee. Er entschied sich dafür, die für Russland typischen Puppen, die sogenannten Matruschkas, in einer Steppenlandschaft darzustellen. „Ich wollte zeigen, dass Russland sehr groß ist und die Puppen ziellos durch die Landschaft ziehen lassen“, erklärt Nikita. „Wie groß Russland ist“, schrieb der Schüler auf russisch sinngemäß noch in sein Bild.

10 000 Einsendungen aus 24 Ländern seien bei der Jury eingegangen, weiß Birgit Lückemeier. Der junge Albachtener gewann den zweiten Preis und damit das Stipendium. Ende März war die Preisverleihung im Präsidialamt des Moskauer Kremls. Dort konnte der Schüler nicht persönlich hinfahren, denn er war erst kurzfristig über diesen Termin informiert worden. „So schnell erhält ein Junge mit einem deutschen Pass einfach kein Visum“, bedauert Birgit Lückemeier. Also sei ein Vorstandsmitglied des Vereins „Talant“ nach Russland gefahren , um den Preis entgegenzunehmen.

Ob Nikita, der jetzt noch die vierte Klasse der Albachtener Ludgerus-Grundschule besucht und nach den Sommerferien auf das Wilhelm-Hittorf-Gymnasium wechselt, wirklich Design studieren wird, weiß er noch nicht. „Eigentlich will ich später entweder Bankier, Archäologe, Rechtsanwalt oder Arzt werden“, erklärt Nikita. Nach einer kurzen Denkpause ergänzt er: „Künstler ist aber auch nicht schlecht.“ An der Sprache wird das Studium nicht scheitern, denn schon jetzt beherrscht der Schüler Russisch in Wort und Schrift.

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