Fußgängerampeln Dülmener Straße
Zwei Sekunden für mehr Sicherheit

Münster-Albachten -

Freude bei Politik und Seniorenvertretern: An der vielbefahrenen Dülmener Straße im Herzen Albachtens sind an den Bedarfsampeln die Grünphasen für Fußgänger verlängert worden.

Mittwoch, 26.04.2017, 19:04 Uhr

Freuen sich, mit ihren Anträgen endlich Erfolg gehabt zu haben (v.l.): Stephan Brinktrine, Raimund Köster, Gerhard Bonn, Peter Wolfgarten und Klaus Stoppe bei der Querung der Dülmener Straße an der Fußgängerampel in Höhe der Apotheke.
Freuen sich, mit ihren Anträgen endlich Erfolg gehabt zu haben (v.l.): Stephan Brinktrine, Raimund Köster, Gerhard Bonn, Peter Wolfgarten und Klaus Stoppe bei der Querung der Dülmener Straße an der Fußgängerampel in Höhe der Apotheke. Foto: sch

Manchmal sind es auch die vermeintlich kleinen Dinge, die nachhaltig Freude bescheren. In Albachten gibt es jetzt so einen Fall, über den sich die CDU , die SPD und die Kommunale Seniorenvertretung freuen: Die Fußgängerampeln an der vielbefahrenen Dülmener Straße sind neu getaktet worden. Es gibt zwei Sekunden mehr Zeit, um die innerörtliche Verkehrsader zu queren.

Wiederholt hatte es seit 2014 Anträge gegeben, die Grünphasen für Fußgänger an den beiden „Bedarfs-Lichtzeichenanlagen“ auf der Dülmener Straße in Höhe der Bäckerei Kisfeld sowie der Bären-Apotheke zu verlängern. Doch die Anregungen führten kurzfristig zu keinerlei Aktivitäten. Erst Mitte vergangenen Jahres erhielten CDU und SPD von der Verwaltung die Antwort auf ihren gemeinsamen Antrag zum Thema. Man werde im Herbst die Grünzeiten für Fußgänger von acht auf zehn Sekunden verlängern, hieß es. Im Endeffekt sollte es dann bis Anfang März dieses Jahres dauern, die Ankündigung zu realisieren.

„Es ist erstaunlich, wie lange man für zwei Sekunden kämpfen muss“, kam CDU-Bezirksvertreter Peter Wolfgarten bei einem Ortstermin nicht umhin, die lange Zeit bis zur Umsetzung der Anträge zu kommentieren. Mit dabei waren auch Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine, SPD-Bezirksvertreter Raimund Köster, sowie Dr. Gerhard Bonn und Klaus Stoppe von der Kommunalen Seniorenvertretung. Letztere waren insbesondere vom Awo-Seniorenzentrum wiederholt auf die Fußgängerampel angesprochen worden.

Ältere Mitbürger mit eingeschränkter Mobilität, speziell Rollstuhlfahrer und Rollator-Nutzer, aber auch Kinder sowie Mütter mit Kinderwagen hatten – so die Feststellung von SPD, CDU und Seniorenvertretung – bislang des Öfteren Probleme, die Dülmener Straße bei einer Acht-Sekunden-Fußgängergrünphase schnell genug zu queren. „Die manchmal sehr kurze Grünphasenzeit ist für Senioren nicht ausreichend und bringt Stress und Gefahren beim Überqueren der Straße“, heißt es im jüngsten CDU/SPD-Antrag zu den Fußgängerampeln.

Gerhard Bonn weiß von Senioren zu berichten, die es mit acht Sekunden nicht über die Straße schafften und plötzlich bei Rot mitten auf der Fahrbahn standen, was zu gefährlichen Situationen geführt habe. Irritiert hätten sie versucht umzukehren, statt den Weg über die Straße fortzusetzen.

Darüber, dass die Verlängerung der Grünphasen notwendig war, sind sich Politiker und Seniorenvertreter einig. Jung und Alt sollen die Geschäfte, Ärzte, Banken, Apotheke und die Poststelle an der Dülmener Straße sicher erreichen können. „Die Sicherstellung problemfreier Übergänge ist eine Grundvoraussetzung der Daseinsvorsorge nicht nur für ältere Mitmenschen, sondern vielmehr auch eine generationenübergreifenden Forderung“, betont Gerhard Bonn.

Auch wenn die Stadtverwaltung den kollektiven Anregungen mittlerweile Gehör schenkte, legt sie Wert auf die Feststellung, dass die bisher geschalteten Fußgängergrünphasen an den beiden Bedarfsampeln (mit jeweils acht Sekunden für die Fahrbahnquerung von sieben Metern sowie einer zusätzlichen Sicherheitszeit von sieben Sekunden bis zur Freigabe des Kfz-Verkehrs) ausreichend gewesen seien. „Die bundesweit gültigen Vorgaben der Richtlinien für Lichtsignalanlagen und der städtischen Standards werden eingehalten“, heißt es in einer Stellungnahme der Verwaltung.

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