Anzeige

So., 27.12.2015

Jugendorchester läutet seit 39 Jahren in Albachten die Feiertage ein Bläserklänge zum Weihnachtsfest

Süßer die Trompeten nie klingen: Seit 39 Jahren sorgen an Heiligabend die Bläser des Jugendorchesters in Albachten für festliche Stimmung.

Süßer die Trompeten nie klingen: Seit 39 Jahren sorgen an Heiligabend die Bläser des Jugendorchesters in Albachten für festliche Stimmung. Foto: ann

Münster-Albachten - 

An Heiligabend brauchen die Albachtener in den Nachmittagsstunden auf festliche Musik nicht zu verzichten: Das Jugendblasorchester der Musikschule zieht in guter alter Tradition durch den Ort und beschert festliche Klänge.

Von Annegret Lingemann

Musik liegt in der Luft. Das war am Nachmittag des Heiligen Abends in Albachten durchaus wörtlich zu nehmen. Mit Posaunen, Trompeten, Klarinetten, Tuben und Saxophonen zogen auch in diesem Jahr 26 Mitglieder des Jugendorchesters der Musikschule durch den Ort. Auch wenn das Wetter unweihnachtlich milde war, akustisch wurde damit unüberhörbar Weihnachten angekündigt.

Seit 39 Jahren gibt es diese Traditionsveranstaltung in Münsters „musikalischem Vorort“. 1979 hatte Manfred Rösmann als Leiter des Jugendorchesters die Idee zu einem musikalischen Rundgang. Die jugendlichen Orchestermitglieder waren begeistert und sie sind es bis heute. Auch als Erwachsene sind sie – zusammen mit dem Nachwuchs – immer noch gern dabei. „Zwischen sechs und 63 Jahren haben wir jede Altersklasse“, sagt Gründungsvater Rösmann.

Dieses Jahr kamen Mitglieder aus Hamburg, München und Friedrichshafen und musizierten mit. „Das ist für die meisten selbstverständlich“, sagt Rösmann, dessen Familie bereits in der zweiten Generation mit dieser Tradition lebt. Rund zwei Stunden dauert der klingende Spaziergang, dafür muss in mancher Familie sogar das Weihnachtsprogramm umgestellt werden. „In die Kirche gehe ich seitdem zu einer anderen Zeit“, sagt Astrid Poth: „Wer einmal dabei war, geht immer wieder mit.“

Fünf Stationen wurden abgegangen, Startpunkt war das „Haus der Begegnung“. In der Albachtener Straße erklangen die ersten Weihnachtslieder, dann ging es zum Marktplatz am Seniorenheim. An der großen Tanne, die mit einer Lichterkette und bunten Papiertännchen geschmückt ist, war das Lied „Oh, Tannenbaum“ schon fast Verpflichtung. In diesem Jahr konnte die Tür zum Gemeinschaftsraum des Awo-Seniorenzentrum offen stehen. „Schneeflöckchen – Weißröckchen“ war gestrichen, dafür wurden andere bekannte Lieder mitgesungen – und hier und da rollte eine Träne der Rührung. „Wir genießen die schöne Stimmung“, sagte Inge Klein, die seit Februar dort lebt.

Weiter ging es zum Spielplatz Am Kämpken und von dort zur Nachbarschaft Auf dem Kley. Dort stimmten sich die Anwohner, wie jedes Jahr, mit Punsch und Plätzchen auf das Fest ein. Den Schlusspunkt bildete die Straße Am Lindenkamp, wo neben dem Repertoire der Weihnachtslieder, schon seit 39 Jahren auch ein Ständchen für Geburtstagskind Anke Espenkott erklang, die ein verdientes Mitglied der Musikschule ist.

Leserkommentare

Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 0 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 0/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Google-Anzeigen

karriere.ms Anzeigen

Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3707272?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F131%2F