Di., 12.09.2017

Iberico-Schweinchen wurde für Hospizdienst „Königskinder“ versteigert 1300 Euro für Ferkel Fridolin

Norbert Nosthoff-Horstmann vom ambulanten Hospizdienst „Königskinder“ freut sich: Ferkel Fridolin, das hier gerade von der neunjährigen Josefine Holtmann getragen wird, brachte auf der Auktion 1300 Euro.

Norbert Nosthoff-Horstmann vom ambulanten Hospizdienst „Königskinder“ freut sich: Ferkel Fridolin, das hier gerade von der neunjährigen Josefine Holtmann getragen wird, brachte auf der Auktion 1300 Euro. Foto: sn

MÜNSTER-ALBACHTEN - 

Eigentlich ging es um edle Rinder. Eigentlicher Star bei der Auktion auf dem Hof Holtmann war aber ein anderes Tier.

Von Siegmund Natschke

Reinhard Holtmann schnappte sich bei bei der großen „Wagyu-Rinderauktion“ in Albachten das Mikro: „Ich bitte das Ferkel auf die Bühne!“ Es folgte ein Quieken und schließlich konnten die vielen Bieter in der Halle des Hofs das junge Tier bewundern. Und schon startete auch die Auktion um das Iberico-Schweinchen.

Zwei ganze Tage lang ging es im Süden von Albachten um die edlen Wagyu-Rinder. Aus Nah und Fern kamen die Interessenten auf Holtmanns Hof. Dort gab es Versteigerungen am laufenden Band.

Stall vor der Halle

Aber es ging nicht immer nur um Rinder: Vor der großen Halle war schon ein Stall aufgebaut. Zwei Ferkel kuschelten sich da im Stroh aneinander. Einmal war da „Fridolin“, der später auf die Bühne kommen sollte, und dann noch ein kleiner Schweine-Kumpel. „Damit er nicht einsam ist“, erklärte Reinhard Holtmann, der Besitzer des Ferkels.

Fridolin wurde hier draußen schon zum wahren Publikumsliebling. „Der ist süß, oder?“, hieß es da. Jemand anders hätte ihm gerne eine Decke spendiert. Kalt war dem kleinen Schwein aber gar nicht, die Iberico-Rasse gilt als sehr robust.

Junger Eber

Bei den Kindern hatte der junge Eber, Sohn vom großen Schwein Jimmy, gleich einen Stein im Brett. Als Holtmanns Tochter Josefine ihn im Arm hielt, bemerkte die Neunjährige gleich: „Der ist anders als ein Hund.“

„Wir wollen das Tier heute versteigern“, sagte Norbert Nosthoff-Horstmann vom ambulanten Hospizdienst „Königskinder“. Erwartet werde ein Ergebnis zwischen 700 und 1000 Euro, das dann der Hospizarbeit zugute komme. Dann begann in der Halle die Schweine-Auktion. 100 Euro war das Startgebot. Fast in Sekundenschnelle boten die begeisterten Mitsteigerer 1000 Euro. Auch bei diesem Betrag blieb es nicht lange. „1100! 1100! 1100! 1100!“, hallte ganz schnell das nächste Gebot durch die Luft. Schließlich fiel der Hammer bei „1300“!

Bieterwettbewerb

Der glückliche Sieger des leidenschaftlichen Bieterwettbewerbs war der Rinderzüchter Rüdiger Marquardt aus dem norddeutschen Ort Negenharrie. „Es ist gute Tradition bei mir, dass ich Tiere für den guten Zweck ersteigere“, meinte er: „Sonst sind es immer Rinder, dieses Mal ein Schwein!“

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