So., 22.10.2017

Oktoberfest des Spielmannszugs „Gut Schlag“ Tolle Stimmung bei der Premiere im Festzelt

Strahlende Gesichter: Beim Albachtener Oktoberfest ließ die Stimmung nichts zu wünschen übrig. Jung und Alt feierten ein tolles Fest.

Strahlende Gesichter: Beim Albachtener Oktoberfest ließ die Stimmung nichts zu wünschen übrig. Jung und Alt feierten ein tolles Fest. Foto: sn

Münster-Albachten - 

Die Freunde des bajuwarischen Brauchtums kamen auf ihre Kosten: Beim Albachtener Oktoberfest gab es günstigen Gerstensaft und natürlich passende Musik.

Von Siegmund Natschke

Er schwang ganz locker den Holzhammer. Und nahm seine Aufgabe als Fassanstecher beim Albachtener Oktoberfest ganz gelassen. Berni Drees, die Legende vom Spielmannszug „Gut Schlag“, meinte nur: „Dann wollen wir es mal probieren!“

Zack! Mit dem ersten Schlag saß der Zapfhahn schon im Fass. Zack! Mit dem zweiten floss der Gerstensaft. Jubel im Festzelt. Und einer sah das alles zum ersten Mal. Nämlich Tomasz Boroszewski. „Ich komme aus Polen und kenne Oktoberfeste nur aus dem Fernsehen“, gestand er. Doch schon die ersten Eindrücke überwältigten ihn: „Ich bin erst fünf Minuten hier, aber es ist schön hier, ich mag das“, sagte Boroszewski. Nach dem fulminanten Fassanstich von Berni Drees, der zwölf Jahre Vorsitzender des Spielmannszugs war, kam das nächste Lob für das Albachtener Oktoberfest: „Das ist großartig!“

Das war nicht die einzige Premiere am Samstagabend. „Wir feiern das erste Mal im Festzelt!“, sagte Spielmannszug-Schriftführerin Agnes Haucke. Das „Haus der Begegnung“ sei zu klein geworden angesichts der vielen Gäste, und so ein Festzelt würde auch gut zum Oktoberfest passen.

Fotostrecke: Oktoberfest in Albachten

Auch dieses Mal strömten enorm viele Lederhosen- und Dirndl-Fans zum bayerischen Event des Spielmannszugs. Überhaupt, fast alle hatten eine Tracht an. „Man fällt eher auf, wenn man keine trägt“, meinte Haucke.

Das Event kam auch in seiner elften Auflage an. Vielleicht lag es auch am günstigen Preis fürs Maß Gerstensaft: Sieben Euro lagen weit unter dem bayerischen Oktoberfest-Originalpreis von 10,60 Euro aufwärts. Aber es gab auch noch einen anderen Grund: „Die Albachtener mögen es, wenn so ein kleiner Verein wie wir so etwas Großes auf die Beine stellt“, meinte die Schriftführerin. Die auch ganz viel Lob für die derzeit 40 Mitglieder des Vereins hat: „Bei uns packen alle mit an.“

Der „O zapft is!“-Ruf von Berni Drees war erst der Startschuss des Abends. Es folgten viele Maß und noch mehr Musik: Von DJ Guido Kleimann und, als bekannte Oktoberfest-Gäste, von der Stimmungsband „Uschi und die Original Münsterländer Dorftrottel“.

Die Gäste waren allerdings durchaus kluge Leute: Viele „Studierende“ waren dabei. „Eigentlich muss ich ja heute lernen, aber das Feiern kann auch nicht schaden“, meinte eine Studentin. Ein anderer wollte „Wirtschaftswissenschaft vor Ort“ kennenlernen. Ein Treffpunkt war das Oktoberfest des Spielmannszugs allemal: Gemeinsam erlebten die zahlreichen Gäste die vermutlich wohl längste Feiernacht des Jahres.

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