Di., 07.11.2017

Künftiges Wachstum Albachtens im Blick SPD fordert Verkehrskonzept

Ein umfassendes Verkehrskonzept für Albachten fordern Manfred Rösmann (l.) und Raimund Köster. So sollen nach Meinung der SPD-Mitglieder dort die Busse flächendeckend im Zehn-Minuten-Takt fahren.

Ein umfassendes Verkehrskonzept für Albachten fordern Manfred Rösmann (l.) und Raimund Köster. So sollen nach Meinung der SPD-Mitglieder dort die Busse flächendeckend im Zehn-Minuten-Takt fahren. Foto: cht

MÜNSTER-ALBACHTEN - 

Mit der Fertigstellung der drei geplanten Baugebiete wird Albachten nach Schätzungen des SPD-Ortsvereins in den nächsten Jahren um rund 1500 Einwohner wachsen. Eine Entwicklung, die Raimund Köster und Manfred Rösmann durchaus begrüßen. Doch gleichzeitig sorgen sich die Sozialdemokraten um die Verkehrssituation in ihrem Stadtteil.

Von Christina Jürgensen

„Wir haben hier mit der Weseler und Dülmener Straße nur zwei Verkehrsachsen, und die sind schon jetzt an der Grenze ihrer Belastbarkeit“, schildert Raimund Köster die Lage. Mit dem Anwachsen der Bevölkerung von jetzt 6400 auf rund 8000 drohe der Verkehrsinfarkt, so die Meinung des SPD-Vertreters in der Bezirksvertretung West. Und Manfred Rösmann, Mitglied des Bauausschusses der Stadt Münster, ergänzt: „Die Weseler Straße ist heute schon dicht. Und zukünftig werden nicht nur die Verkehrsströme innerhalb Albachtens wachsen, sondern auch die der umliegenden Stadtteile.“

Antrag an die Bezirksvertretung

Daher fordert die SPD in Albachten von der Stadt Münster die Erstellung eines umfassenden Verkehrskonzeptes für den Stadtteil unter Berücksichtigung der geplanten Baugebiete Albachten Ost, südlich des Bahnhofes und Lindenallee. Einen entsprechenden Antrag stellt die Fraktion zur nächsten Sitzung der Bezirksvertretung am 16. November.

„Ein solches Konzept ist dringend erforderlich, denn bisher ist die Verkehrsinfrastruktur nicht mit der Bevölkerung mitgewachsen“, betonen beide Politiker. Daher solle die Stadt in ihrem Konzept neben dem Autoverkehr auch die Bus- und Bahnverbindungen sowie den Rad- und Fußgängerverkehr betrachten. Zudem solle eine sichere Wegeführung für Schulkinder garantiert und Barrierefreiheit gewährleistet sein.

Beresa-Gelände

Dabei ist es den Albachtener Sozialdemokraten wichtig, dass der Ortsteil nicht isoliert betrachtet wird, sondern auch der Pendlerverkehr, beispielsweise aus und nach Mecklenbeck oder vom ehemaligen Beresa-Gelände, mit einbezogen wird.

Insbesondere solle die Leistungsfähigkeit der Kreuzung Dülmener Straße/Osthofstraße überprüft werden. Weitere Schwerpunkte sind laut Antrag der SPD-Fraktion die Buslinienführung innerhalb der neuen Baugebiete und eine Taktung der Linie 15 auf zehn beziehungsweise 15 Minuten. Zudem legen die SPD-ler ihr Augenmerk auf den Bau einer gesonderten Busspur entlang der Weseler Straße in Richtung Stadt, einen Halbstunden-Takt der Bahn mit zeitlicher Anbindung der Linie 15 sowie den Bau von zwei weiteren Kreisverkehren an der Weseler Straße. Sie sollen die neuen Wohngebiete und die Sendener Stiege anbinden, die zukünftig ebenfalls Durchgangsstraße sein werde.

„Voraussetzungen schaffen“

„Wir haben das Ziel, dass mehr Menschen ihr Auto stehen lassen, denn für einen Ausbau der Straßen ist kein Platz“, sagt Manfred Rösmann. „Dafür müssen wir die Voraussetzungen schaffen,“ betont er.

Dazu bringt die SPD noch einen weiteren Antrag in die Bezirksvertretung ein. „Wir wollen für die Dülmener Straße Verkehrsberuhigungsmaßnahmen erreichen“, so Köster. Konkret geht es um das 600 Meter lange Teilstück im Albachtener Ortskern. Dort soll auf Höhe des Edeka-Marktes eine dritte Ampelanlage errichtet werden. Gleichzeitig soll die Schaltung aller drei Anlagen synchronisiert und dynamisch so programmiert werden, dass es auf dem gesamten Teilstück Phasen des ruhenden und fließenden Verkehrs gibt. „Vorbilder in den Niederlanden zeigen, dass das sehr gut funktioniert und allen Verkehrsteilnehmern gerecht wird“, so Rösmann.

Sanfte Aufpflasterungen

Ebenfalls nach niederländischem Vorbild sollen vor den Ampeln für Autofahrer sanfte Aufpflasterungen gebaut werden, um deren Aufmerksamkeit zu erhöhen. So sollen Verkehrssituation und Aufenthaltsqualität im Ortskern verbessert werden.

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