Sa., 11.11.2017

Bezirksregierung reduziert das Angebot möglicher Wohn-Areale am Ortsrand Deutlich weniger Siedlungsfläche

MÜNSTER-ALBACHTEN - 

Landwirte in Albachten dürften aufatmen: Die im Regionalplan Münsterland der Bezirksregierung verzeichnete Ausweitung des sogenannten Allgemeinen Siedlungsbereichs (ASB) vor Ort wird deutlich reduziert.

Von Jan Schneider  

Wies die neunte Änderung des Regionalplans noch einen 18,5 Hektar großes Areal östlich des Ortes und nördlich der Bahnstrecke aus, so soll in der nächsten Sitzung des Regionalrats am 18. Dezember eine Verkleinerung des Gebietes beschlossen werden, in dem Wohnbebauung möglich wäre. Dies teilte die Pressestelle des Regierungspräsidenten auf Nachfrage unserer Zeitung mit.

Wohn-Areal

Nur ein knappes Viertel der ursprünglichen ASB-Fläche soll auch künftig als mögliches Wohn-Areal aufgeführt werden, das die Stadt Münster beplanen könnte. Diese Fläche liegt im Winkel der Straße Vogelsang und der Eisenbahnlinie. Ob und wie weit das ASB-Gebiet möglicherweise über die Straße hinaus reiche, sei noch unklar, heißt es von der Bezirksregierung. „Es bleibt nur noch ein vergleichsweise kleines Stück übrig“, betonte Sigrun Rittrich, Pressesprecherin des Regierungspräsidenten (RP). Dieses Areal liege zudem „in der Nähe der Wohnebebauung“. Rittrich verdeutlichte auch, dass die Auflistung von ASB-Gebieten nur Vorschlags-Charakter für mögliche Wohnbau-Flächen habe. „Die Stadt muss die Regionalplanung machen“, so die Pressesprecherin. Eingriffe in Eigentumsrechte gebe es weder durch die ASB-Ausweisung noch durch städtische Planungen.

Die Veränderungen im Albachtener ASB-Bereich sind offenbar das Resultat von Protesten Betroffener beim Regierungspräsidenten. Auch gegenüber unserer Zeitung wurde deutlich gemacht, dass der ursprüngliche ASB-Bereich manchem betroffenen Landwirt nicht gefällt. „Da steckt Zündstoff drin“, hieß es.

Problem

Angeführt wurde von Betroffenen, dass es schwierig sei, Ausgleichsflächen zu bekommen, falls in dem ursprünglichen ASB-Gebiet gebaut werden solle. Weder in Münster noch in den umliegenden Gemeinden seien solche landwirtschaftlichen Ausgleichsflächen verfügbar, hieß es. Gepachtete landwirtschaftliche Nutzflächen im ASB-Areal könnten ein weiteres Problem sein.

Die Veränderung des ASB-Bereichs, aber auch die weitere Bebauung des Albachtener Westens können in der nächsten Woche bei einer öffentlichen „Zukunftswerkstatt“ diskutiert werden, die am Dienstag (14. November) ab 19 Uhr im Haus der Begegnung stattfindet.

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