Fr., 17.11.2017

Dülmener Straße Verkehrsfluss beruhigen

Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung möchte eine Verkehrsberuhigung für die Dülmener Straße.

Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung möchte eine Verkehrsberuhigung für die Dülmener Straße. Foto: sn

Münster-Albachten - 

Der Vorstoß der SPD in der Bezirksvertretung West zur Verkehrsberuhigung der Dülmener Straße kommt der CDU zu früh.

Von Siegmund Natschke

„Das ist zu früh“, meinte Sven Gotthal, der Vorsitzende der CDU Albachten: „Da wurde einfach ein Antrag rausgehauen.“ Gemeint war ein Vorstoß der SPD in der Bezirksvertretung West, die an der Dülmener Straße ein neues Konzept zur Verkehrsberuhigung ausprobieren möchte und deshalb Nägel mit Köpfen machen möchte. Das stieß bei der CDU auf Kritik: Man solle erst einmal die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt abwarten, deren Workshops gerade erst angelaufen seien, so Gotthal weiter.

Das Vorhaben ist ambitioniert: „Man kann die gesamte Dülmener Straße in Albachten beruhigen, ohne Tempo 30 einzuführen“, erklärte SPD-Bezirksvertreter Raimund Köster in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung im „Haus der Begegnung“. Und zwar soll dies durch eine simultane Ampelschaltung erfolgen, die an der Kreuzung Dülmener Straße / Weseler Straße /Osthofstraße beginne. Bis zum Kreisverkehr nahe des Ortsausgangs könnten dann die Phasen des Verkehrsflusses vereinheitlicht und beruhigt werden.

Ergänzen soll dies eine Aufpflasterung des Straßenbelages. Außerdem will die SPD in Höhe des Supermarktes an der Dülmener Straße und der Zuwegung in das Wohngebiet „Albachtener Straße“ eine neue kombinierte Fußgänger-Radfahrer-Ampelanlage errichten. Denn die beiden bereits bestehenden Überquerungsmöglichkeiten lägen etwa 200 Meter voneinander entfernt. Das sei insbesondere, so heißt es im SPD-Antrag, für ältere Leute zu weit, um „punktgenau den Zielort zu erreichen“.

Diese Verkehrskonzeption werde schon erfolgreich in den Niederlanden praktiziert, erklärte Köster, etwa in den Städten Enschede und Winterswijk. Die Idee entstammt aber zugleich der Befragung von Schlüsselpersonen in Albachten zur Vorbereitung der Zukunftswerkstatt, deren Ergebnisse auf der vorigen Sitzung der Bezirksvertretung vorgestellt wurden.

Die Christdemokraten kritisieren die Vorgehensweise der SPD. Zunächst müsse abgewartet werden, was die Albachtener in den noch folgenden Workshops der Zukunftwerkstatt zu sagen hätten. „Man muss den Bürger auch ernst nehmen“, so CDU-Bezirksvertreter Christian Hinzmann. Inhaltlich stellten sich die Christdemokraten aber nicht gegen den SPD-Antrag. Ratsherr Sven Gotthal: „Ich kann den Inhalt nicht beurteilen, weil ich die Vorstellungen der Bürger noch nicht kenne.“

Leserkommentare

Google-Anzeigen

karriere.ms Anzeigen

Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5295497?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F131%2F