Fußballturnier in Albachten
Darf man auch für Tore beten?

Münster-Albachten -

14 Mannschaften liefen am Wochenende bei der Bundesmeisterschaft der U13-Fußballjunioren auf. Einen Gast hatten viele nicht erwartet: Bruder Marcus Porsche, Seelsorger der St.-Liudger-Pfarrei.

Sonntag, 21.01.2018, 17:01 Uhr

Bruder Marcus Porsche regte mit seinem geistlichen Impuls zum Nachdenken an. Er sagte: „Gott ist mit im Spiel.“
Bruder Marcus Porsche regte mit seinem geistlichen Impuls zum Nachdenken an. Er sagte: „Gott ist mit im Spiel.“ Foto: sn

14 Mannschaften liefen am Wochenende bei der Bundesmeisterschaft der U13-Fußballjunioren auf. Einen Gast hatten viele nicht erwartet: Bruder Marcus Porsche , Seelsorger der St.-Liudger-Pfarrei. Ein Geistlicher beim Fußball? Ja. „Gott ist überall“, meinte Bruder Marcus, wie er kurz genannt wird. Und seine Vertreter scheinbar auch.

„Man hat mich gebeten, hier den geistigen Impuls zu halten“, erklärte er. Der DJK, der das Turnier ausrichte, sei ein christlicher Sportverband. Trotzdem keine alltägliche Aufgabe für einen Geistlichen. Bruder Marcus war auf Nachfragen der jungen Fußballspieler vorbereitet: „Gott ist in mir, in Dir und auch beim Gegner“, sagte er, und die Kinder hörten ihm so gespannt zu, als ob sie in der Kirche sitzen würden.

Die Teams hatten einen Halbkreis um ihn gebildet. DJK-Bundesfachwart Jürgen Martens lobte noch schnell die Organisation von Wacker Mecklenbeck: „Die  machen das hier ganz hervorragend.“

Dann ging es schon los in der Albachtener Dreifachhalle mit dem geistlichen Wort. Sogar viele Eltern, die am eigenen Stand für belegte Brötchen sorgten, hielten einen Moment inne und verfolgten die Worte des Bruders aufmerksam.

Eine Frage hatten viele: Darf man für Tore beten? Auch darauf wusste Bruder Marcus eine Antwort: „Ja, man kann für alles beten. Aber der Gegner auch.“ Das Beten helfe dem „Innersten“, so als ob die Mutter oder der Vater vom Spielfeldrand aus anfeuern würden. Wichtig war ihm: „Es geht nicht nur um eiskalte Leistung.“ Sondern, an die jungen Spieler gerichtet: „Es geht um euch als Menschen mit seinen Stärken und Schwächen.“

Gott ist für Fair Play: „Er will, dass ihr respektvoll miteinander umgeht.“ Das gelte für Gast wie für Gastgeber. Nicht Tricks oder Fouls seien bei diesem Turnier gefragt: „Schön ist es, auf faire Art zu gewinnen.“

Und so wünschte er Freude am Mannschaftssport: „Gott ist mit im Spiel.“ Für Bruder Marcus war es eine Premiere: „Ich bin zum ersten Mal hier.“ Vielleicht beim nächsten Mal wieder.

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