Neuer Bielefeld-Krimi aus Albachten
Doping auf der Bielefelder Alm

Münster-Albachten -

Der Albachtener Autor Matthias Löwe hat einen neuen Bröker-Krimi veröffentlicht. Auch diesmal geht es wieder rundum spannend zu.

Donnerstag, 08.02.2018, 20:02 Uhr

Der Albachtener Matthias Löwe hat einen neuen Bröker-Krimi geschrieben. Mit „Almfieber“ legt er den mittlerweile vierten Band der Reihe um den Bielefelder Privatier vor.
Der Albachtener Matthias Löwe hat einen neuen Bröker-Krimi geschrieben. Mit „Almfieber“ legt er den mittlerweile vierten Band der Reihe um den Bielefelder Privatier vor. Foto: jans

Muss man sich um Bröker Sorgen machen? Der Bielefelder Lebemann und Privatier ohne Vornamen ist Hauptfigur einer Krimi-Reihe des Albachtener Autors Matthias Löwe . Drei Bände lang lebte Bröker prima vom ererbten Bankkonto in der ebenfalls ererbten Stadtvilla. Bis er 68 wäre, würde das Geld schon reichen, hatte sich der Hobby-Ermittler mal ausgerechnet. In Löwes neuem Krimi „Almfieber“ ist Bröker Mitte bis Ende 40 – und sieht, dass die Geld- und Altersgrenze bedrohlich näher rückt.

Aber eigentlich hat Bröker gerade etwas ganz anderes im Kopf. Der Arminia-Bielefeld-Fan erlebt mit, wie ein Spieler seines Vereins während eines Spiels tot zusammenbricht. Bröker nimmt die Ermittlungen auf. „Er fällt meist so in die Fälle hinein“, sagt Löwe, der die Figur in den ersten drei Bröker-Krimis gemeinsam mit Co-Autorin Lisa Glauche ausformte und sie nun erstmals solo ins kriminelle Geschehen schickt.

Bald geht es auf der Bielefelder Alm, dem Stadion der Arminia , nicht nur um mortales Doping, auch dubiose Spielervermittler und redselige Sportärzte halten Bröker auf Trab, der mittlerweile seine Zukunft mit Börsenspekulationen finanziell absichern will.

Mit dabei sind wieder unter anderem der junge Computer-Hacker Gregor, Journalistin Charly sowie Polizist „Mütze“. Genau wie Bröker hat sich allerdings auch dieses „Serienpersonal“ in „Almfieber“ weiter entwickelt. Gregor zum Beispiel macht sich Gedanken darüber, was er mit seinem Leben eigentlich anstellen will. Allzu philosophisch dürfte es aber auch im neuen Bröker-Krimi nicht zugehen. Löwe setzt auf skurrile Situationen und Humor. „Das liegt mir einfach mehr“, sagt der 53-Jährige.

Der Albachtener Autor plant dabei die chaotischen Ermittlungen seines Helden inzwischen genau. Auf zehn DIN-A4-Seiten skizziert er die Krimi-Handlungen, bevor er mit dem Schreiben beginnt. Ein Anlass zu dieser Akribie war sicherlich, dass Löwe gegen Ende der Arbeit am ersten Bröker-Krimi „Tod an der Sparrenburg“ mal in einer Apotheke nachfragen musste, welches Gift besagten Tod überhaupt hervorrufen könne. Zum Glück holte der Apotheker damals nicht die Polizei.

Den Hintergrund für seine Geschichten und Figuren kennt Löwe genau: 13 Jahre lebte er in Bielefeld. Der Ostwestfale sei einerseits dröge und bauernschlau, andererseits schnell zu begeistern, weiß Löwe. „Der Brasilianer aus Westfalen“ sei das, lacht der Autor. Für Bröker gebe es zumindest äußerlich ein direktes Vorbild, aber: „Der lebt heute in Mexiko.“

Und was hält Löwe, der als Mathematik-Professor an der Westfälischen-Wilhelms-Universität arbeitet, von Münster? Da schaltet der Albachtener Autor flugs den Diplomatie-Filter ein und grinst: „Ich mag die Stadt sehr gerne.“ Und: „Die Münsteraner lieben ihre Stadt über alles.“ Bielefelder würden sogar gerne herkommen, „um mal ‘ne schöne Stadt zu sehen.“ Einen Münster-Krimi möchte Löwe aber nicht schreiben: „Es gibt einfach schon zu viele!“ Allerdings spielt er manchmal mit dem boshaften Gedanken, Bröker kurz aus Bielefeld anreisen zu lassen, um einem gewissen detektivischen Antiquar in dessen Laden an der Überwasserkirche ein paar Tipps zu geben.

Zum Thema

Seinem neuen Bielefeld-Krimi „Almfieber“ wird Matthias Löwe am 27. April um 20 Uhr bei einer Autorenlesung in Jacques Weindepot (Altenroxeler Straße 95) vorstellen.  | www.broeker-

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