Verkehrsberuhigung in Albachten
Tempo 30 auf der Osthofstraße

Münster-Albachten -

Seit wenigen Tagen gibt es auf der Albachtener Osthofstraße ein neues Tempo-Limit: Waren dort bislang 50 Kilometer als Höchstgeschwindigkeit erlaubt, so sind es fortan nur noch 30 Kilometer pro Stunde.

Dienstag, 27.02.2018, 19:02 Uhr

Neues Tempo-Limit: Auf der vielbefahrenen Osthofstraße gibt es seit Donnerstag vergangener Woche eine rund 300 Meter lange Tempo-30-Zone. Die Verkehrsberuhigung soll den Schülern der benachbarten Ludgerusschule sowie den Bewohnern des Hauses Kamillus der Alexianer zugute kommen.
Neues Tempo-Limit: Auf der vielbefahrenen Osthofstraße gibt es seit Donnerstag vergangener Woche eine rund 300 Meter lange Tempo-30-Zone. Die Verkehrsberuhigung soll den Schülern der benachbarten Ludgerusschule sowie den Bewohnern des Hauses Kamillus der Alexianer zugute kommen. Foto: sch

Die Einrichtung des neuen Tempo-30-Bereichs an der Osthofstraße kam ohne Vorankündigung und zudem am frühen Morgen. Viele wurden von der neuen Beschilderung regelrecht überrascht. So auch eine Sendenerin, die sich am Donnerstag auf dem alltäglichen Weg zur Arbeit in Münster plötzlich und unerwartet mit den Tempo-30 Schildern konfrontiert sah. Bislang galten dort 50 Kilometer pro Stunde.

Wie seit Jahren gewohnt, befuhr die Sendenerin mit ihrem Pkw die Osthofstraße, als sie einige Hundert Meter hinter der Einmündung Sendener Stiege erstmals in die neue Tempo-30-Zone geriet. „Ich habe nur das Schild gesehen und abrupt gebremst“, sagt sie. Dabei habe sie nicht an den nachfolgenden Verkehr gedacht. Der Mann im Auto hinter ihr sei aufgrund des unerwarteten Bremsmanövers fast auf ihren Wagen aufgefahren. Nur ein paar Zentimeter hätten gefehlt. Glücklicherweise sei alles glimpflich ausgegangen.

Auf einer Strecke von gut 300 Metern, die bis zum Kreuzungsbereich Dülmener Straße / Weseler Straße reicht, wurden sieben Tempo-30-Schilder aufgestellt. Laut Nadine Krieger, Mitarbeiterin der städtischen Straßenverkehrsbehörde, wurde damit Anträgen der Bezirksvertretung Münster-West Rechnung getragen. Die Schilder, so die Tempo-30-Expertin, wurden von Mitarbeitern des städtischen Bauhofs am Donnerstagmorgen installiert.

War es früher nur an absolut unfallträchtigen Straßen und in Wohngebieten möglich, Tempo-30-Zonen einzurichten, so sorgt eine Änderung der Straßenverkehrsordnung seit dem vergangenen Jahr dafür, dass dies nun auch an Hauptverkehrsstraßen leichter umgesetzt werden kann. Voraussetzung ist, dass es dort schützenswerte Einrichtung wie zum Beispiel Schulen, Kindergärten und Seniorenheime gibt.

An der Osthofstraße wurde das neue Tempo-Limit eingerichtet, da sich dort, so Nadine Krieger, in der unmittelbaren Nachbarschaft die Ludgerus-Grundschule und das Haus Kamillus der Alexianer befinden.

Bei den örtlichen Politikern, die von der Ausweisung der Tempo-30-Zone ebenfalls überrascht wurden, stößt die Verkehrsberuhigung auf Zustimmung. „Ich war verwundert, dass sie plötzlich da war, finde es aber gut, dass es jetzt Tempo 30 auf der Osthofstraße gibt“, sagt Bezirksvertreter Raimund Köster. Keinen Hehl macht der Sozialdemokrat daraus, dass er nur allzu gerne auch die Dülmener Straße verkehrsberuhigt sähe.

„Wir begrüßen solche Beiträge zur Steigerung der Verkehrssicherheit“, betont CDU-Ratsherr Sven Gotthal als Vorsitzender der Albachtener Ortsunion. Die Tempo-30-Zone sei „ein Sicherheitsplus“ auf dem Schulweg der Ludgerus-Grundschüler.

Auch bei Ulrike Strüwe-Beumer stößt das neue Tempo-Limit auf Zuspruch: „Maßnahmen, die zur Verbesserung der Sicherheit von Schulkindern im Straßenverkehr beitragen, begrüße ich immer“, unterstreicht die Leiterin der Albachtener Grundschule.

 

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