Weseler Straße bios Montag morgen gesperrt
Vollsperrung für neue Asphaltdecke

Münster-Albachten -

Die Weseler Straße ist seit Freitagabend gesperrt, damit im Abschnitt zwischen der Autobahnunterquerung und der Kreuzung Hansalinie / Harkortstraße saniert werden kann. Angekündigt ist ein Ende der Sperrung für 6 Uhr am Montagmorgen.

Sonntag, 15.04.2018, 15:04 Uhr

Eine Vollsperrung verordnete der Landesbetrieb Straßen NRW der Weseler Straße für die Asphaltsanierung zwischen der Autobahnunterquerung und der Kreuzung Hansalinie / Harkortstraße
Eine Vollsperrung verordnete der Landesbetrieb Straßen NRW der Weseler Straße für die Asphaltsanierung zwischen der Autobahnunterquerung und der Kreuzung Hansalinie / Harkortstraße Foto: Annnegret Lingemann

So viel Ruhe war selten auf der Weseler Straße – zumindest in einem Bereich. Der Grund: die Vollsperrung der L 551 – so die offizielle Bezeichnung der Straße – , die für Münster eine wichtige Verbindung Richtung Westen ist. Im Abschnitt zwischen der Autobahnunterquerung und der Kreuzung Hansalinie / Harkortstraße war eine Sanierung dringend erforderlich geworden.

„An einer Ampelanlage wird die Straße durch Abbremsen und Anfahren von der Bremslast der LKW schon sehr strapaziert“, sagte Sandra Beermann vom Landesbetrieb Straßenbau, Straßen NRW. Abbiegespuren seien zudem später gebaut und nicht so kompakt gegründet worden wie die Fahrbahn.

Die Sperrung begann am Freitag um 21 Uhr, als mit einer großen Fräse circa zwölf Zentimeter Asphalt abgetragen wurde und tiefergehende Schadstellen saniert wurden. Zehn Straßenbauer arbeiteten die Nacht durch, damit die Baumaßnahme nur möglichst kurz den Verkehrsablauf behindert. Morgens gegen 7 Uhr begann der Aufbau einer zehn Zentimeter dicken Asphalttragschicht. Dann folgte die Asphaltbinderschicht, die mit acht Zentimeter Dicke der darüber liegenden obersten Asphaltdeckschicht mehr Tragfähigkeit verleiht.

Diese letzte Schicht ist die Verschleißschicht und vier Zentimeter dick. „Das Werk soll wohl jetzt erstmal wieder zehn bis 15 Jahre halten“, hofft Volker Quebe, Leiter der Straßenmeisterei Münster. „Und dann ist am Samstagabend die Straße fertig, und alle wundern sich, wieso sie immer noch gesperrt ist“, wirft Markus Elkmann ein. Aber sie ist noch nicht fertig. Der Bauleiter erklärt: „Eine ausreichend lange Auskühlzeit ist für die Festigkeit enorm wichtig.“

Die Sperrung einer so frequentierten Straße – wie gehen die Menschen damit um? Einige schauten sich das aus der Nähe an, so wie Wilhelm Schöppner. Er ist Mecklenbecker, Jahrgang 1932. Mit seinem Fahrrad machte er einen Ausflug zur Baustelle. „Die Reparatur war notwendig“, fand auch er. Der zweijährige Heias bestaunte vom Fahrradanhänger aus die dröhnenden und dampfenden Maschinen. Sein Vater fährt die Strecke von Albachten sonst mit dem Auto. Aber natürlich war das Fahrrad nicht für jeden eine Alternative. „Auf die Bahn umzusteigen, war ja wohl kein ernstzunehmender Vorschlag“, monierte eine radelnde Albachtenerin: „Das bedeutet doch erstmal einen Marsch zur Bahnhaltestelle“. Dementsprechend registrierten Anwohner am Albachtener Bahnhof auch keinen Ansturm von Bahnkunden.

Neben dem Verweis auf Bus- und Bahnverbindungen hatte Straßen NRW Umleitungsstrecken ausgewiesen, die weiträumig über Roxel und den Dingbängerweg führten. Kenner der Umgebung hätten in Versuchung kommen können, die Umleitung über Schleichwege abzukürzen. Doch die Autofahrer haben sich offensichtlich überwiegend diszipliniert an die offiziellen Umleitungen gehalten. Anlieger der Straße „Am Dill“ haben ein kaum erhöhtes Verkehrsaufkommen registriert, die vorgeschriebene Geschwindigkeit im Wohngebiet sei eingehalten worden. Auch Bauer Matthias Wildermann, der auf seinen Feldern arbeitete und sich mit dem Trecker auf den Wirtschaftswegen um den Hof bewegte, empfand den Autoverkehr dort als unauffällig.

Angekündigt war ein Ende der Sperrung für 6 Uhr am Montagmorgen.

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