Bahnhof Albachten
Bahnhof soll barrierefrei werden

Münster-Albachten -

Dem Albachtener Schienenhaltepunkt würde eine Um- beziehungsweise Neugestaltung gut zu Gesicht stehen. Hindernisse bereiten insbesondere Behinderten und Senioren Sorgen.

Mittwoch, 13.06.2018, 19:00 Uhr

Wer die Gleisunterführung am Albachtener Bahnhof bewältigen muss, hat es schwer. Von Barrierefrei ist dort keine Spur.
Wer die Gleisunterführung am Albachtener Bahnhof bewältigen muss, hat es schwer. Von Barrierefrei ist dort keine Spur. Foto: sch

Dass am Albachtener Bahnhof eine Umgestaltung mehr als überfällig ist, steht für viele im Ort gänzlich außer Frage. Schon seit Jahren macht sich die örtliche Politik bei Stadt und Deutscher Bahn AG dafür stark, den Schienenhaltepunkt barrierefrei zu machen. Doch geschehen ist bislang noch nichts. Jetzt zeichnet sich zumindest ein Silberstreif am Horizont ab, denn die Situation soll vor Ort eingehend unter die Lupe genommen werden.

Besonders am Herzen liegt Kommunalpolitikern und Albachtener Bahnkunden, dass die steile und unwirtliche Gleisunterführung umgestaltet wird, sodass sie auch von Behinderten, Senioren sowie Eltern mit Kinderwagen problemlos genutzt werden kann. Darüber hinaus sollen die viel zu niedrigen Bahnsteige am Haltepunkt so angehoben werden, dass Fahrgäste ohne große Kletteraktionen problemlos in die Züge der Regionalbahn 42 sowie des Regionalexpress 2 einsteigen können.

Nach Angaben des Amts für Stadtentwicklung, Stadt- und Verkehrsplanung soll eine Machbarkeitsstudie nun zeigen, was im Hinblick auf die vielfach gewünschte Barrierefreiheit am Albachtener Bahnhof realisiert werden kann. Die Durchführung der Untersuchung wurde bereits an ein externes Gutachterbüro aus Essen vergeben. Dieses wird sich zugleich mit den Schienenhaltepunkten in Sprakel und Amelsbüren befassen.

„In der Studie soll aufgezeigt werden, welche grundsätzlichen Möglichkeiten für einen barrierefreien Um- / Ausbau an den einzelnen Stationen bestehen, einschließlich einer entsprechenden Kostenschätzung für diese Maßnahmen“, heißt es in einer Stellungnahme des Stadtplanungsamts. Zu den Punkten, die dabei untersucht werden, sollen neben den Bahnsteighöhen sowie der Albachtener Gleisunterführung unter anderem auch visuelle und taktile Wegeleitsysteme sowie dynamische akustische und visuelle Kundeninformationsanlagen gehören. Ebenso soll zukünftigen Entwicklungen im Bereich der Bahnhöfe und ihres Umfelds Rechnung getragen werden. Läuft alles nach Plan, dann soll die Machbarkeitsstudie noch in diesem Sommer fertig werden.

Aufgrund der Tatsache, das bis zu 80 Prozent der Kosten der Untersuchung förderfähig sind, hat sich die Stadt Münster bereits vor geraumer Zeit an den Zweckverband SPNV (Schienenpersonennahverkehr) gewandt und einen Zuschuss beantragt. „Die Bewilligung des Zuwendungsbescheids liegt der Verwaltung seit Anfang März vor“, stellt das Amt für Stadtentwicklung, Stadt- und Verkehrsplanung klar.

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