So., 03.11.2013

Entertainment mit Witz: Bläservereinigung begeistert mit Radiokonzert im „Haus der Begegnung“ Vergnügen für Ohren und Augen

Radiokonzert „On Air“ – im „Haus der Begegnung“: Beachtliches Niveau bewiesen die 15- bis fast 80-jährigen Musiker der Albachtener Bläservereinigung unter der Leitung von Philip Watts (r.). Die Vorbereitung der hochkomplexen Show mit Radio-Nachbildung, Texten und Choreografien hatte über ein Jahr gedauert.

Radiokonzert „On Air“ – im „Haus der Begegnung“: Beachtliches Niveau bewiesen die 15- bis fast 80-jährigen Musiker der Albachtener Bläservereinigung unter der Leitung von Philip Watts (r.). Die Vorbereitung der hochkomplexen Show mit Radio-Nachbildung, Texten und Choreografien hatte über ein Jahr gedauert. Foto: tu

Münster-Albachten - 

Das Publikum kam im dichtgefüllten Kulturforum auf seine Kosten: Bei ihrem Radiokonzert „On Air!“ zogen die Musiker der Albachtener Bläservereinigung alle Register ihres Könnens.

Von Thomas Usselmann

Es war ein opulentes Vergnügen für Ohren und Augen: Zweieinhalb Stunden lang begeisterte die Bläservereinigung ihr Publikum im proppenvollen „Haus der Begegnung“ mit ihrem dritten „Radiokonzert“ (Motto: „On air“), das ein beachtliches Spektrum von der Kirchenmusik bis zum Pop-Hit bot.

Entertainment mit Witz: Die Nachbildung eines überdimensionalen Kofferradios aus den 50-er Jahren mit der unsichtbaren Stimme der Moderatorin Sylvia Gräber bildete den dramaturgischen Rahmen. „Wir bringen Musik aus Klassik und Kirche in Ihr Wohnzimmer“, verkündete die Frauenstimme von „Radio Vatikan“. Rauch umnebelte die Bühne, zur effektvollen Light-Show intonierte die traditionsreiche Formation unter der Leitung von Philip Watts die Hymne „Highland Cathedral“. Als Dudelsack-Bläser im Kilt fungierte Tubist Thomas Ebke – ein Show-Auftakt in bester angelsächsischer Tradition.

Es folgten „Intermezzo Cavalleria“, „Air“ von Bach, dann das erste Glanzlicht, die „First Suite in Es“ von Gustav Holst. Spielfreude erwachte, von der schmachtenden Oboe bis zur schmetternden Trompete. Für das schwungvoll intonierte Salonstück der konzertanten Blasmusik gab’s ein Lob von Bläser-Chef Watts.

Kontrastreich setzte sich die Sendersuche fort – stilechtes Rauschen inbegriffen: Zackige Polka- und Walzerklänge nebst sachkundigen Erklärungen auf Bayerisch bescherte „Radio Edelweiß“. Noch eins drauf legte die 50-köpfige Bläsertruppe, als das Londoner „West End Radio“ Musical-Hits und Filmmusik („North & South“ aus „Fackeln im Sturm“; „Music of the Night“ aus „Phantom der Oper“; „Les Misérables“) präsentierte. Solisten waren die Posaunistin Lisa Trentmann, Manfred Rösmann (Trompete), Rita Dondrup, Heidi Homann (Horn) sowie Olaf Cordes (Tenorhorn bei „Bring him Home“).

Den Rollenwechsel praktizierte auch Bandleader Watts: Phil spielte Phil (Collins), als er bei „Against all Odds“ zum Solo-Saxofon wechselte. Dass mit „Radio HdB“ neben „Haus der Begegnung“ die „Hits der Bläservereinigung“ gemeint sind, erfuhr das Publikum zum krönenden Finale: Ein Klassiker, das Udo-Jürgens-Medley, „Children of Sanchez“ – Solisten waren Bernd Schabbing (Flügelhorn), Johanna Grote (Saxofon), Judith Rösmann (Horn), Annika Nobbe (Keyboard) – und „Music“ von John Miles beflügelten den Schlussbeifall.

„Dank des Radio-Mottos ist für jeden Geschmack etwas dabei“, freute sich Ensemble-Sprecherin Viola Voß. „Auch für uns Musiker ist diese Konzertform sehr spannend wegen des bunten Genre-Mixes!“

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