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Do., 21.01.2016

Projekt Schule und Kultur Kunstwerke zeigen große Kreativität

Lebensgroße Büsten in Gold haben die Kinder der Ludgerusschule in einem Projekt in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Kannen gebastelt.

Lebensgroße Büsten in Gold haben die Kinder der Ludgerusschule in einem Projekt in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Kannen gebastelt. Foto: hk

Hiltrup-Amelsbüren - 

Anregende Projekte und hoch motivierte Schüler und Künstler zeigen, was sie außerhalb des Unterrichts drauf haben. An Kreativität, Ausdrucksfähigkeit und künstlerischer Technik. Daran sind neben Ludgerusschülern auch Bewohner des Alexianer-Hauses beteiligt.

Von Helga Kretzschmar

Jeden Tag ein Bild. Der Mann ist großzügig. Tiere haben es ihm angetan. „Zu Weihnachten bekam ich ein Tierbuch geschenkt“, sagt der Bewohner der Vinzenz-Gruppe der Alexianer.

Es sind heimische Tiere, die er zu Papier gebracht hat. Bunt und freundlich scheinen diese Tiere die acht Schüler der 3. und 4. Klassen der Ludgerusschule anzuschauen.

Die Kinder nehmen seit einem halben Jahr an dem NRW-Landesprogramm „Kultur und Schule 2015/2016“ teil. 29 Projekte münsterischer Schulen haben das Kulturamt Münster und eine Jury ausgewählt.

Anregende Projekte und hoch motivierte Schüler und Künstler zeigen, was sie außerhalb des Unterrichts drauf haben. An Kreativität, Ausdrucksfähigkeit und künstlerischer Technik.

So eine Künstlerin ist Monir Nikouzinat Monfared. Sie ist Dozentin an der Kulturwerkstatt Altenberge. „Das Kunsthaus Kannen kenne ich seit langem“, erzählt sie begeistert von den Ausstellungen, die dort laufen. Nun leitet sie die Schüler an, die während des Offenen Ganztags in das Atelier des Kunsthauses gekommen sind, um verschiedene Techniken kennen zu lernen. Mit ihnen die Bewohner der Alexianer, die in dem Kunstatelier ihre Kreativität ausleben. Es ist ein Geben und Nehmen. Am Anfang der insgesamt sechs Monate umfassenden Kreativnachmittage lernten die Grundschüler die Wohnung der Vinzenzgruppe kennen. „Berührungsängste haben die Kinder nicht“, sagt Monir Nikouzinat Monfared.

Jetzt stellen die Schüler einige Werke vor. Büsten in Gold, fast lebensgroß. „Ich habe einen Fantasiemenschen angefertigt“, zeigt Felicia ihr Kunstwerk. Fünf Nachmittage habe sie dafür gebraucht. Auch Mobiles mit Fischen gehören dazu.

Wie auch Bilder aus mehrfarbigem Transparentpapier, die die Kinder zu einem Mosaik zusammenfügten. „Die Bilder haben wir in der Schule aufgehängt“, sagt der Viertklässler Jonas. Er zeigt auch auf den fünf Meter langen Wimpel, den die Grundschüler in den Pausen gebastelt haben.

Im nächsten Halbjahr kommt eine weitere Schülergruppe. „Dann können sich beide Gruppen zum Ende des Schuljahres austauschen“, sagt Kunsthausleiterin Lisa Inckmann. Sie freut sich, dass so viel kreatives Potenzial bei den beteiligten Bewohnern wie auch Kindern geweckt wird.

Ein Kontrastprogramm zu ihrer bisherigen Ausbildung, findet FSJ’lerin Lena Haupt. „Es ist hier sehr lebendig.“ Auch der Mann aus der Vinzenz-Gruppe blüht auf. Seine Bilder sind farbiger geworden. Er hat vieles probiert, seit er früher ausschließlich reine Bleistiftzeichnungen angefertigt hatte.

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