Anwohner regen Fahrradweg an
Thierstraße: „Radfahrern bleibt nur die Flucht in den Graben“

Münster-Amelsbüren/Hiltrup -

Schnell kommt es auf der Thierstraße zu gefährlichen Begegnungen von Radfahrern mit Autos oder Lastwagen. Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt sieht gute Chancen für einen Radwegeausbau.

Freitag, 09.02.2018, 12:02 Uhr

Die Thierstraße ist für Radfahrer äußerst gefährlich – darin sind sich Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (v.l.) sowie die Anwohner Bernhard und Hedwig Winterkamp einig.
Die Thierstraße ist für Radfahrer äußerst gefährlich – darin sind sich Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (v.l.) sowie die Anwohner Bernhard und Hedwig Winterkamp einig. Foto: mlü

Wenn es richtig eng wird, sieht Radfahrer Bernhard Winterkamp nur einen Ausweg: „Manchmal bleibt einem nur die Flucht in den Straßengraben.“ Denn einen Fahrradweg gibt es an der Thierstraße nicht. Schnell kommt es auf der schmalen Strecke zu gefährlichen Begegnungen mit Autos oder Lastwagen. Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt sieht gute Chancen für einen Ausbau.

 

„Wir haben einen guten Zeitpunkt erwischt, denn es gibt derzeit viele Möglichkeiten, Fördergelder vom Land für den Ausbau von Radrouten zu bekommen“, so Schmidt. Beim Tiefbauamt der Stadt Münster habe er mit seiner Anfrage entsprechend offene Türen eingerannt. Jetzt will Schmidt das Thema auch in der Bezirksvertretung Hiltrup ansprechen. Die nächste Sitzung ist am Donnerstag (12. Februar) im Begegnungshaus 37 Grad.

„Ich fahre viel mit dem Rad“, sagt Hedwig Winterkamp. Die Thierstraße verbindet den Kreisverkehr an der Amelsbürener Straße mit dem Burgwall und der Grafschaft. Besonders zu den Stoßzeiten nutzen viele Pendler die Strecke als schnelle Wegeverbindung in die Innenstadt und zurück. Autofahrer nutzen die Thierstraße häufig als Schleichweg – schleichen aber nicht. „Nicht wenige überschreiten die Geschwindigkeit deutlich – um nicht zu sagen, sie rasen“, sagt Hedwig Winterkamp.

Außerdem liegt eine Ziegelei an der Straße. Lastwagen liefern Ton aus dem Sauerland und die fertigen Steine zu den Kunden. „Die Fahrer verhalten sich sehr rücksichtsvoll“, sagt Hedwig Winterkamp. Eng wird es trotzdem. „Und leider fahren andere Lastwagenfahrer viel zu schnell.“ Sie und ihr Mann Bernhard Winterkamp hatten deswegen in der Bürgersprechstunde von Joachim Schmidt angeregt, einen Radweg zu bauen.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5499829?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F133%2F
Frederik Dunschens „roflCopter“: Der Wirbelwind hat Klasse
Frederik Dunschens preisgekrönte Erfindung ist eine Drohne, die nur aus einem Rotor besteht, der von zwei winzigen Propellern in Bewegung gesetzt wird.
Nachrichten-Ticker