Comedy im Autohaus
Nix mehr mit Würselen

Münster-Amelsbüren -

Jürgen B. Hausmann sorgt für ausgelassene Stimmung bei 600 Zuschauern im Autohaus Wiesmann.

Sonntag, 18.02.2018, 19:02 Uhr

Jürgen Becker alias Jürgen B. Hausmann (l.) brachte das Publikum nicht nur mit seinen Anekdoten, sondern auch mit etwas Gesang zum Lachen. Dabei unterstützte ihn sein Pianist Harald Claßen (r.).
Jürgen Becker alias Jürgen B. Hausmann (l.) brachte das Publikum nicht nur mit seinen Anekdoten, sondern auch mit etwas Gesang zum Lachen. Dabei unterstützte ihn sein Pianist Harald Claßen (r.). Foto: ske

Nur weil die Karnevalssession vorbei ist, hat es sich noch lange nicht ausgelacht. Seit Jahren ist der Comedy-Abend am Samstag nach Aschermittwoch im Autohaus Wiesmann eine feste Institution. In diesem Jahr brachte Jürgen B. Hausmann die 600 Gäste in Amelsbüren zum Lachen und freute sich bereits im Vorfeld auf die besondere Lokalität: „Ich find dat toll, hier lachen’se bis inne Werkstatt!“.

Schon Wochen vor der Veranstaltung waren alle Karten restlos vergriffen - kein Wunder, denn Hausmann hat etliche Auftritte bei den größten deutschen Fernsehsendern hinter sich und besitzt eine eingeschweißte Fangemeinde. Einige waren eigens aus Bielefeld oder Paderborn angereist, um dem ehemaligen Lehrer aus dem Rheinland zu lauschen.

Organisiert wurde der Abend erneut vom Gewerbe- und Handwerkerverein Amelsbüren. Dessen Mitglieder und weitere Helfer haben kräftig Hand angelegt, um das Autohaus erst in einen Veranstaltungssaal und anschließend wieder zurück in ein Autohaus zu verwandeln. „Dadurch, dass bei uns schon Comedians wie Herbert Knebel oder Ludger Stratmann aufgetreten sind, wird es für uns leichter, solche Größen der Comedy-Szene nach Amelsbüren zu holen. Einige der Vorgänger von Hausmann haben uns sogar gefragt, ob sie erneut hier auftreten dürfen“, sagte Lisa Eymann die Vorsitzende des Gewerbe- und Handwerkerverein.

„Ich bin nicht aus Würselen! Gut, vor einem Jahr habe ich noch immer gesagt, ich komme aus Würselen, aber jetzt sage ich, dass ich aus Alsdorf bei Würselen stamme!“, traf Hausmann gleich zu Beginn seines Auftritts den Puls der Zeit und den humoristischen Geschmack des Publikums. In seiner bekannten rheinischen Mundart führte er gemeinsam mit seinem Pianisten Harald Claßen durch sein Programm „Wie jeht et? Et jeht“.

Die Idee zu diesem Titel sei ihm gekommen, als er zufällig einem Dialog zweier älterer Damen auf offener Straße gelauscht hatte. Im Rheinland könne man mit dem Wörtchen „geht“, oder eben „jeht“ ganze Unterhaltungen füllen: „Wie jeht et? – Et jeht. – Wohin jehste? – Ich jeh zum Doktor, et jeht nicht mehr“.

Im Laufe des Abends nahm er nicht nur Redewendungen aufs Korn („Wenn dir die Decke auf den Kopf fällt, dann kauf dir besser ´ne neue Wohnung!“), sondern beschrieb mit seiner präzisen Beobachtungsgabe auch ganz alltägliche Veränderungen des Lebens: „Am Anfang einer Beziehung steht meist die Frage: Liebst du mich? Später heißt es dann nur noch: Müssen wir einen Schirm mitnehmen?“.

Die Stimmung im Autohaus hielt Hausmann vom Anfang bis zum Ende auf einem sehr hohen Niveau. Es wäre kaum überraschend, wenn so einige Zuschauer am Sonntag mit einem Muskelkater vom vielen Lachen aufgewacht sind.

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