Davertschule
Weichen stehen auf Wachstum

Münster-Amelsbüren -

Das neue Leitungsteam der Davertschule, Schulleiterin Martina Broda und Konrektor Stefan Kutter, erhielten Besuch von Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt und Bezirksverwaltungsleiter Dieter Tüns.

Mittwoch, 02.05.2018, 20:30 Uhr

Das neue Leitungsteam der Davertschule, Martina Broda (2.v.l.) und Stefan Kutter (l.), erhielten Besuch von Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (r.) und Bezirksverwaltungsleiter Dieter Tüns.
Das neue Leitungsteam der Davertschule, Martina Broda (2.v.l.) und Stefan Kutter (l.), erhielten Besuch von Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (r.) und Bezirksverwaltungsleiter Dieter Tüns. Foto: gro

Auf dem Schreibtisch türmen sich prächtige Blumensträuße und bilden einen farbig-frischen Kontrapunkt zu den weißen und kahlen Wänden im Dienstzimmer von Martina Broda. So sieht es aus, wenn jemand so eben erst angekommen ist.

„Wir sind froh, dass wir endlich hier im Team arbeiten können“, sagt die 55-Jährige, die von der Ida-Schule in Gremmendorf nach Amelsbüren gewechselt ist. Eigentlich müsste dieser Stoßseufzer aus dem Mund ihres jetzigen Konrektors Stefan Kutter kommen.

Denn er hat die Geschicke der Davertschule mit ihren rund 260 Kindern seit dem vergangenen Sommer allein geleitet. Auch er war neu an der Schule und wurde sogleich ins kalte Wasser geworfen. Denn die bisherige Schulleiterin Dr. Claudia Tenberge war im Sommer an die Universität Paderborn gewechselt – und die Konrektorenstelle war zu diesem Zeitpunkt nicht besetzt.

Aber jetzt ist das Team an der Spitze komplett. Martina Broda, Mutter von drei erwachsenen Kindern, bringt jede Menge Lebens- und Berufserfahrung mit. An der Ida-Schule war sie 16 Jahre als Konrektorin tätig. Stefan Kutter ist seit sechs Jahren Lehrer, vier Jahre davon verbrachte er in Essen. Kein einfaches Lehrerleben. Multikulti, Sprachenvielfalt, kaum deutsche Kinder. Und hier in Amelsbüren jetzt heile Welt?

„Die Herausforderungen sind mittlerweile überall die gleichen“, sagt er und spielt darauf an, dass auch in Amelsbüren 30 Prozent der Kinder eine Migrationshintergrund haben, wie es immer heißt. 30 Prozent der Schüler kommen aus deutsch-russischen Familien. Hinzu kommen die Erfordernisse der Inklusion, eine Schulsozialarbeiterin hat mit einer 0,25-Stelle begonnen. „Schule hat heute viel mehr einen Erziehungsauftrag erhalten“, sagt Broda.

Die große Herausforderung wird das zu erwartende Wachstum der Schule sein. Die Weichen für die Vierzügigkeit werden spätestens im September im Rat der Stadt Münster gestellt. Eine Herausforderung, der sich Martina Broda und Stefan Kutter gerne stellen wollen. Was in der Investitionssumme von elf Millionen noch nicht enthalten ist, ist eine neue Turnhalle. An deren Notwendigkeit lässt Martina Broda keinen Zweifel: „Wenn wir vierzügig werden, geht es nicht mehr ohne. Jede Stunde, die uns in der Turnhalle zusteht, ist bereits jetzt genutzt.“

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