Forensik: Bürgerinitiative formuliert Erwartungen an Klinikbeirat
„Wir Anwohner stehen im Regen“

Münster-Amelsbüren -

Die Forensikklinik und die gekippten Ausgangsregelungen: Jetzt hat die Bürgerinitiative ihre Erwartungen an Klinikbeirat formuliert.

Freitag, 18.05.2018, 08:05 Uhr

Die Bürgerinitiative informierte über den aktuellen Stand der Forensikdebatte. Von dem Klinkbeirat wünscht sich Sprecherin Anke Kahner (2.v.r.) ein deutliches Signal für künftige Gespräche.
Die Bürgerinitiative informierte über den aktuellen Stand der Forensikdebatte. Von dem Klinkbeirat wünscht sich Sprecherin Anke Kahner (2.v.r.) ein deutliches Signal für künftige Gespräche. Foto: gro

Die Bürgerinitiative „Forensik Alexianer: Sicherheit vor Therapie“ hat eindeutige Erwartungen an den Klinikbeirat: Das Gremium soll sich dafür einsetzen, dass die Gesprächsrunden mit dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Ruprecht Polenz (CDU) wieder aufgenommen werden. Es gehe um den Frieden in der Nachbarschaft der Forensikklinik.

Sprecherin Anke Kahner warf den Alexianern mangelnde Gesprächsbereitschaft vor. Wäre diese vorhanden gewesen, hätte die Bürgerinitiative keine Protestplakate entlang des Kappenberger Dammes aufstellen müssen.

Die Informationsveranstaltung wurde am Mittwochabend von weniger als 20 Bürgern aus Münster und Senden besucht. Die Bürgerinitiative musste sich dabei deutliche Kritik anhören. Ihre Protestplakate würden Ängste schüren, sagte Gabi Tewes, die Mitglied des Klinikbeirates ist, aber nicht der Bürgerinitiative angehört. Ludger Dahlhaus-Kleingräber, ebenfalls Mitglied des Beirates, sah es ähnlich und nahm zudem die Alexianer vor dem Vorwurf in Schutz, sie würden sich lediglich hinter der Rechtsauffassung der Landesregierung verstecken.

BI-Mitglied Yvonne Ridder schilderte ihre Gefühle und Ängste als Anwohnerin und Mutter. „Bislang gab es ein Gefühl von Sicherheit. Jetzt habe ich es nicht mehr.“ In den juristischen Debatten gehe es ihr zu sehr um das Wohlergehen der Patienten. „Das Wohlergehen der Nachbarn und Kinder kommt mir zu kurz. Auch wir haben Rechte. Aber jetzt lässt man uns im Regen stehen.“

Klare Kante zeigte der Sendener Ratsherr Gerhard Gebauer (CDU). Er erwartet, dass der Klinikbeirat auf seiner nächsten Sitzung die Empfehlung an die Klinikleitung ausspricht, den Gesprächsfaden mit Ruprecht Polenz wieder aufzunehmen. In Senden befasst sich der Rat zudem mit der Frage, ob die einseitige Aufkündigung der Ausgangsregelungen rechtlich zulässig sei.

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