Auswirkungen des Autobahnanschluss
Der Verkehr hat deutlich zugelegt

Münster-Hiltrup/Amelsbüren -

Die Verkehrsplaner haben untersucht, wie sich der Autobahnanschluss auf das Verkehrsaufkommen auswirkt. Dafür haben sie zweimal zählen lassen. Spürbar ist der angestiegene Verkehr in erster Linie in Hiltrup.

Donnerstag, 07.06.2018, 10:15 Uhr

Eine Folge des Autobahnanschlusses: In Höhe des Hiltruper Bahnhofes ist der Verkehr auf der Glasuritstraße seit 2014 deutlich angestiegen. Im Kreuzungsbereich werden Spitzenwerte gemessen.
Eine Folge des Autobahnanschlusses: In Höhe des Hiltruper Bahnhofes ist der Verkehr auf der Glasuritstraße seit 2014 deutlich angestiegen. Im Kreuzungsbereich werden Spitzenwerte gemessen. Foto: gro

Seit 2014 hat sich durch neuen Autobahnanschluss am Kappenberger Damm der Verkehr im Süden Münsters verändert. Endlich liegen Zahlen auf dem Tisch, die die Veränderungen beschreiben. Auf einen kurzen Nenner gebracht, lassen sie sich so beschreiben: An Amelsbüren fährt der Verkehr vorbei, die Heroldstraße wird sogar entlastet, die Wiedaustraße aber, die Amelsbürener Straße, der Hansestraße und der Knotenbereich am Hiltruper Bahnhof müssen ein deutliches Plus an Verkehr hinnehmen.

In absoluten Zahlen ist die Belastung am Osttor am größten. 15 323 Fahrzeuge werden täglich auf der Osttorbrücke gezählt. Das ist Spitze in Hiltrup und zugleich noch mehr Verkehr als auf der Weseler Straße, die als eine der notorisch überlastetesten Straßen in Münster gilt. Auf der Weseler Straße wurden im Bereich zwischen Heroldstraße und Dingbänderweg 14 727 Fahrzeuge gezählt.

Zweimal hat die Stadt Münster den Verkehr zählen lassen. Einmal unmittelbar vor der Eröffnung des Autobahnanschlusses im Herbst 2014 und dann erneut drei Jahre später im September 2017. Jetzt sind die Zahlen veröffentlicht worden. „Die Ergebnisse bestätigen die Prognosen zum Autobahnanschluss Münster-Hiltrup“, stellt die Verwaltung fest.

Nicht alle kann das zufrieden stellen: Die Anwohner im neuen Hiltruper Bahnhofsquartier sind alles andere als glücklich über die täglichen Lärm- und Abgasemissionen in ihrem Quartier. In der kommenden Woche wollen sie auf die Verkehrsbelastungen aufmerksam machen, denen sie sich tagtäglich ausgesetzt sehen. Der Unmut scheint groß.

Auf der Glasuritstraße und der Max-Winkelmann-Straße beobachten sie große Rückstaus zu Zeiten des Berufsverkehrs. Allein auf der Glasuritstraße hat der Verkehr zwischen 2014 bis 2017 um 1677 Fahrzeugeinheiten zugenommen hat. In Höhe der Osttorbrücke ist ein Plus von 759 Pkw zu vermelden.

Nicht alle Zahlen sind auf den Autobahnanschluss zurückzuführen sein. Das Bahnhofsquartier mit verschiedenen Lebensmittelmärkten, Dienstleistern und dem Kulturbahnhof zieht zwangsläufig Verkehr an.

Zu den Auswirkungen des Autobahnanschlusses stellen die Verkehrszähler fest, dass die zusätzlichen Verkehrsbelastungen in Richtung Hiltrup kontinuierlich abnehmen. Überraschend stellen sie sogar fest, im Knotenpunkt Albersloher Weg/Osttor sei die Belastung gegenüber der Zählung im Herbst 2014 sogar leicht gesunken.

Auf der Hansestraße als südlicher Umgehungsstraße für Hiltrup liegt der Anstieg bei täglich 2200 Fahrzeugen im Bereich des einstigen Lückenschlusses sowie bei 1950 Fahrzeugen im Bereich des Gewerbegebietes.

Frei von zusätzlichen Verkehrsbewegungen bleibt auch die Amelsbürener Straße nicht. Zwischen den beiden Kreisverkehren gibt es ein Plus von 951, im weiteren Verlauf in Richtung Westfalenstraße sind es zusätzliche 764 Fahrzeuge.

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