Fr., 20.03.2015

Situation bei der Flüchtlingshilfe Stadt stellt weitere Sozialarbeiter ein

Zu einem Gruppentreffen  kamen Ehrenamtliche und Hauptamtliche zusammen, um sich über den Stand der Flüchtlingshilfe auszutauschen.

Zu einem Gruppentreffen  kamen Ehrenamtliche und Hauptamtliche zusammen, um sich über den Stand der Flüchtlingshilfe auszutauschen. Foto: hk

Münster-Südost - 

In der Flüchtlingshilfe Südost engagieren viele Ehrenamtliche für 287 Flüchtlinge.

Von Helga Kretzschmar

„Es gibt viel zu tun.“ Das war die Botschaft des Besinnungsimpulses, den Pfarrer Hartmut Hawerkamp dem Treffen der Flüchtlingshilfe Südost voranstellte. „Stellen Sie sich vor, dass noch eine Menge Flüchtlinge in den Südosten Münsters kommen“, sagte er zu den Ehrenamtlichen.

Zusammen mit Diakon Ralf Bisselik von der katholischen Kirchengemeinde St. Nikolaus und Jochen Kriegskorte von der Diakonie Münster fasste Hawerkamp von der evangelischen Friedenskirchengemeinde die Situation mit den vier Flüchtlingsunterkünften zusammen. In der Nieberdingstraße wohnen 50 alleinlebende Männer, in der Heidestraße 50 Personen im Familienverband. Weiterhin 67 auf Hof Buddenbäumer am Brandhoeveweg und am Angelsachsenweg 120 Personen. Die ehemaligen Britenhäuser hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben mietfrei zur Verfügung gestellt, weitere Häuser werden folgen.

In diesen Unterkünften herrsche eine hohe Fluktuation, die eine Betreuung erschwere. Zudem würden Sozialarbeiter fehlen, die zur Zeit mehrfach belastet seien. Am 1. April werden drei Sozialarbeiter für den Südosten eingestellt, so Jochen Kriegeskorte.

Um dennoch die Integration der Flüchtlinge zu erleichtern, haben sich bereits im Herbst 2013 ehrenamtlich tätige Gruppen gegründet, die sich engagieren. Eine Gruppe widmet sich der Öffentlichkeitsarbeit und dem Neugewinn von Ehrenamtlichen. Eine Gruppe bemüht sich, die Flüchtlinge herzlich willkommen zu heißen. Die nächsten um Sprachkenntnisse oder Hilfen aller Art. Eine andere Gruppe hat Kinder und Jugendliche im Blick. „Gerade bei den jungen Flüchtlingen kommt etwas auf uns zu“, bemerkte ein Fachmann bei dem abendlichen Treffen in St. Ida. Das Amt für Kinder und Jugendliche wird deswegen bei der Flüchtlingshilfe mit einbezogen.

Diskutiert wurde in der Gruppe „Begleitung“ über geeignete Anlaufstellen. Es sei schwierig, hier den richtigen Ansprechpartner zu finden. Beim Integrationsamt, bei Agenturen oder bei der Migrationsstelle? Wer gibt Sprachkurse? Als Ansprechpartner wurde die German Language Academy genannt. Auch die Gemeinnützige Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender sei hilfreich.

Ein gemeinsames Fest ist schon terminiert. Am 29. August wird rund um die St.-Bernhard-Kirche gefeiert. Über die Arbeit der Flüchtlingshilfe informiert ein noch zu entwickelnder Flyer wie auch eine Internetseite und eine Facebook-Seite. Die verschiedenen Arbeitsgruppen werden ihre Arbeitsergebnisse in einem späteren Treffen bekanntgeben.

 

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