Fr., 14.08.2015

Flüchtlinge Kurse für Helfer ausgebucht

Rund 40 Teilnehmer verzeichnete der Arbeitskreis Flüchtlingshilfe MünsterSüdost bei seinem Treffen im Pfarrheim von St. Bernhard.

Rund 40 Teilnehmer verzeichnete der Arbeitskreis Flüchtlingshilfe MünsterSüdost bei seinem Treffen im Pfarrheim von St. Bernhard. Foto: anh

Münster-Angelmodde - 

Die Angelmodder wollen Flüchtlingen helfen: Erst einmal ging es um die Situation und aktuellen Bedarf, darum „Erlebnisse zu teilen“, wie Pfarrer Hartmut Hawerkamp sagte.

Von Andreas Hasenkamp

Über 40 Anwesende zählte die Versammlung des Arbeitskreises Flüchtlingshilfe Münster-Südost am Mittwochabend: Helfer der ersten Stunde und Interessierte („Ich hab‘ nur mal Mäuschen gespielt“), junge Erwachsene, Berufstätige, Senioren. Das Treffen fand erstmals im Pfarrheim von St. Bernhard statt: Darin und darum herum soll Ende August das „Nachbarschaftsfest“ stattfinden. Doch erst einmal ging es um die Situation und aktuellen Bedarf, darum „Erlebnisse zu teilen“, wie Pfarrer Hartmut Hawerkamp sagte.

„Sie wächst immer noch“, resümierte Diakon Ralf Bisselik mit Blick auf die Teilnehmerzahl. Etwa zehn neue Adressen von Interessierten konnte er mitnehmen. Auch die Aufgaben wachsen. Einige Flüchtlinge ziehen aus den Gemeinschaftseinrichtungen aus: Gesucht werden noch Menschen, die bei der Wohnungssuche helfen und schließlich beim Umzug. Da stehe dann auch das Sozialamt dahinter, da seien die Helfer nicht allein, betonte Kerstin Hellmann vom Sozialamt der Stadt Münster an der Seite ihres Kollegen Armin Kortemeyer.

Die in Wolbeck bewährte Sprachförderung durch Ehrenamtliche möchte der Arbeitskreis übertragen auf die Wohneinheiten in Angelmodde . Dafür werden noch Freiwillige gesucht.

Kleiderspenden sollten weiter zentral über die Kleiderkammer laufen, sagt Bisselik, eine zweite mache keinen Sinn. Bewährt habe sich, war wieder zu hören, die Abnehmer auch etwas tun und bezahlen zu lassen – das fördert die Wertschätzung. „Ausgebucht“ seien derzeit die Kurse für ehrenamtliche Helfer, berichtete Franz-Pius von Merveldt. Bisselik riet, „sich trotzdem zu melden“, damit Anbieter vom Franz-Hitze-Haus bis zur Freiwilligenagentur den Bedarf schätzen können.

Einen Neustart mit verändertem Beginn soll das wöchentliche „Friedenskaffee“ im Saal der evangelischen Friedenskirchengemeinde erleben. Nach gutem Start waren immer weniger Menschen gekommen. Nun beginnt das Friedenskaffee später, um 15.30 Uhr, und soll mehr Programm für Kinder bieten. Wie umgehen mit Sprachbarrieren dabei? Mal ist gutes Deutsch oder Englisch vorhanden, mal gibt es kaum eine Basis, so die Berichte. Wichtig sei die Begegnung. Jochen Brück warb dafür, ein Mal-Angebot zu machen – da sei die Sprache weniger wichtig.

Das „Nachbarschaftsfest“ am 29. August lädt ab 14 Uhr ein. Kurt Pölling sammelte Freiwillige für die vielen Aufgaben ein, er strebt einen „Zwei-Schicht-Betrieb“ an. Heinz Zabel vom Sportverein SC Gremmendorf , neu dabei, bot eine Torwand an. Pfarrer Hartmut Hawerkamp warb um noch Unbeteiligte: „Das ist für alle eine gute Chance, Atmosphäre zu schnuppern“. Das nächste Treffen des Arbeitskreises findet statt am 20. Oktober

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