Do., 01.10.2015

Erfahrungsaustausch beim „Stammtisch“ des Arbeitskreises Flüchtlinge in Südost Eine Flut von Helfern und Spenden

Münster-Südost - 

Alle sechs Wochen will man sich nun treffen, zum Stammtisch des Arbeitskreises Flüchtlinge in Südost. Der erste war gut besucht: 18 Teilnehmer fanden sich in der „Alten Schule“ neben der Kirche St. Agatha ein. Ein lockeres Miteinander soll der Stammtisch bieten, eine regelmäßige Möglichkeit, sich zu treffen.

Von Andreas Hasenkamp

Eigentlich waren noch mehr Helfer beteiligt. So wie Barbara Hoebink-Johann und Thomas Deipenbrock kamen nämlich einige Abgesandte von weiteren Gruppen, etwa einem Freundeskreis dabei, um auszuloten, wann sie wo tätig werden können.

Derzeit habe man Probleme, „der Flut Herr zu werden“, so Diakon Ralf Bisselik . Er meinte die Flut der Helfer und Spenden . Das müsse erst organisiert werden, manches brauche Zeit.

Zu lernen gibt es viel. So hat das Friedens-Café sein regelmäßiges Kaffee-Treffen „mangels Masse gestoppt“ und will nun einzelne Terminangebote erarbeiten. Gleichzeitig zeichnen sich Strukturen ab. Bisselik nannte Bereiche wie die Willkommens-Gruppe, Deutschkurse, Unterstützung bei Hausaufgaben, Nachmittagsgestaltung mit Kindern und Jugendlichen, Frauentreff, Aus- und Umzug und Fahrradwerkstatt.

Probleme bereite häufig die Sprache, so eine Helferin, wenn weder Englisch- noch Deutschkenntnisse vorhanden sind. Man helfe sich „mit Händen und Füßen“, mit Kindern, die dolmetschen, die Flüchtlinge helfen sich untereinander oder fragen jemand auf der Straße, berichtet der Sozialarbeiter Armin Kortemeyer.

Hilfe kommt zum Teil von früheren Flüchtlingen – so war ein afghanisches Ehepaar gekommen, das sich bereits auf direktem Wege an Landsleute gewandt hat. Vor 34 Jahren waren sie geflüchtet, nun sind die vier Kinder groß (drei Juristen wie der Vater, ein Betriebswirt), und die Eltern helfen den neuen Flüchtlingen. Auch Jochen Brück brach noch einmal eine Lanze für den persönlichen Kontakt. „Einfach hingehen, gar nichts mitbringen“. Gerade sind drei neue Deutschkurse gestartet – bald gebe es weiteren Bedarf.

Für die Gruppe Umzugs-Management soll es bald einen Termin geben. Der Bedarf steigt in Kürze erheblich, so Bisselik. Eigens für Neueinsteiger ist der Termin am 13. Oktober  um 19.30 Uhr im Pfarrheim St. Nikolaus in Wolbeck gedacht. Der Arbeitskreis trifft sich am 20. Oktober in der Friedenskirche. Bei Kleidung bestehe wenig Bedarf bei Baby-Ausstattung, viel jedoch bei kleinen Männergrößen.

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