Do., 27.04.2017

Neue Hilfestellungen für Flüchtlinge Vor neue Aufgaben gestellt

Mit den Ergebnissen eines Workshops zu möglichen, neuen Hilfestellungen für die Flüchtlinge, setzte sich der Arbeitskreis Flüchtlingshilfe Münster-Südost bei seinem Treffen im Saal der Friedenskirche auseinander.

Mit den Ergebnissen eines Workshops zu möglichen, neuen Hilfestellungen für die Flüchtlinge, setzte sich der Arbeitskreis Flüchtlingshilfe Münster-Südost bei seinem Treffen im Saal der Friedenskirche auseinander. Foto: anh

Münster-Angelmodde - 

„Quo vadis Flüchtlingshilfe Südost?!“ war das Leitthema des Arbeitskreises Flüchtlingshilfe Südost am Mittwochabend im Saal der Friedenskirche in Angelmodde.

Von Andreas Hasenkamp

Welche Richtungen der Arbeitskreis einschlagen könnte, dazu hatten sich einige aus dem Kreis der Sozialarbeiter der Stadt Münster, der Caritas und der Kirchengemeinden in einem Workshop Ende März Gedanken gemacht, die Trennwand im Saal war auf ganzer Breite mit Notizen bedeckt, nun tauschte man sich darüber im Kreis der 22 Interessierten aus, von denen sechs Hauptamtliche waren.

Vieles hat sich geändert. Der Standort „Hof Buddenbäumer“ wird bald Geschichte sein, die Container verschwinden. „Es sollte ja nur für ein Jahr sein“, so erinnerte Ralf Bisselik, Koordinator des Arbeitskreises, drei waren daraus geworden. Die Verhältnisse seien dort sehr kritisch gewesen.

Deutlich weniger Flüchtlinge werden die Häuser am Angelsachsenweg beherbergen, ihre Zahl soll von 200 auf 100 sinken. Es kommen kaum noch Flüchtlinge nach Münster, war zu hören. Die Stadt habe zuvor mehr aufgenommen als andere, „lag über der Marke“, so Christina Quaing von der Caritas, das werde nun ausgeglichen.

Die „Willkommensgruppe“ habe nun „fast nichts mehr zu tun“, berichtete Kurt Pölling. Aber sie sei bereit, weiterzuarbeiten. Neue, andersartige Gelegenheiten bieten sich.

Die Flüchtlinge in Wolbecker Einrichtungen seien inzwischen alle auszugsberechtigt, aber der Mangel an Wohnraum ist massiv. „Es gibt keine Wohnungen“, wirft eine Frau ein. Allerdings gelte dies in Münster natürlich auch für Nicht-Flüchtlinge, so Bisselek.

Dennoch ist eine ganze Reihe von Wohnungsvermittlungen gelungen. So verlagerte sich der Unterstützungsbedarf hin zu Umzugshilfen: Transport, Möbel-Beschaffung, Anmeldungen für Telefon, Internet, Strom und vieles andere mehr.

Gut läuft der Frauentreff am Tönskamp, der auch Frauen von außerhalb der Unterkunft anzieht. Er soll ebenso weiter erhalten bleiben wie die Unterstützung beim Deutschunterricht. Einige Sprachpatenschaften sind schon entstanden. Hier sei die Zuverlässigkeit auf beiden Seiten sehr groß, betonte Ralf Bisselik. Gern möchten Geflüchtete bei Besuchen bei oder von Deutschen sich sprachlich verbessern.

Die gestiegenen Fähigkeiten unter den Geflüchteten sind für den Arbeitskreis auch Anlass, einen schon früher geäußerten Wunsch nun umzusetzen: Ihre Beteiligung zu steigern und „Bedarfe der Flüchtlinge konkret abzufragen“. Dieses Anliegen bekam von den Anwesenden ein großes Ausrufezeichen.

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