Do., 14.09.2017

Stellungnahme der Verwaltung „unbefriedigend“ Grünfläche statt Spielplatz

Mit großem Engagement und kompetent setzt sich Cornelia Beeking für den Bau eines Spielplatzes an der Ostpreußenstraße ein, über den sich auch ihre beiden Töchter Madita und Sophia freuen würden.

Mit großem Engagement und kompetent setzt sich Cornelia Beeking für den Bau eines Spielplatzes an der Ostpreußenstraße ein, über den sich auch ihre beiden Töchter Madita und Sophia freuen würden. Foto: na

Münster-Angelmodde - 

Wenn Cornelia Beeking heute Abend in Münsters Hauptbahnhof aus dem Zug aus Berlin steigt, dann müssen Münsters Bundestagskandidaten fest damit rechnen, in den nächsten Tagen Post von ihr zu bekommen. Denn die Angelmodderin nutzt schon seit ein paar Monaten jede freie Minute ihrer knapp bemessenen Zeit, um sich für den Bau eines Kinderspielplatzes an der Ostpreußenstraße einzusetzen.

Von Martina Schönwälder

Wenn Cornelia Beeking heute Abend in Münsters Hauptbahnhof aus dem Zug aus Berlin steigt, dann müssen Münsters Bundestagskandidaten fest damit rechnen, in den nächsten Tagen Post von ihr zu bekommen. Denn die Angelmodderin nutzt schon seit ein paar Monaten jede freie Minute ihrer knapp bemessenen Zeit, um sich für den Bau eines Kinderspielplatzes an der Ostpreußenstraße einzusetzen. Der ist im Bebauungsplan in diesem neuen Wohngebiet, in dem sehr viele junge Familien mit kleinen Kindern leben, längst vorgesehen.

Die eingezäunte, von Wildwuchs geprägte Flache befindet sich aber immer noch im Besitz der Bundesanstalt für Immobilien (Bima). Und der Stadt Münster ist es trotz langer Verhandlungen bislang nicht gelungen, dieses Gelände zu erwerben. „Für alle Betroffenen ist das ein schlimmer Zustand“, erklärt Cornelia Beeking, die seit knapp zwei Jahren mit ihrer Familie an der Ostpreußenstraße lebt. Über 40 Kinder seien es, die derzeit praktisch nur die Möglichkeit hätten, auf der Straße zu spielen.

Einige politische Hürden hat die Angelmodderin bereits genommen. So lag der Bezirksvertretung auf ihrer jüngsten Sitzung die Stellungnahme der Verwaltung auf ihre zusätzlich von der SPD-Fraktion unterstützte Anregung vor, zu prüfen wie der Bau besagten Kinderspielplatzes kurzfristig zu realisieren sei.

„Das Ergebnis ist unbefriedigend“, wie Cornelia Beeking betont. So stellt die Verwaltung in Aussicht, nach erfolgreichem Abschluss der Verkaufsverhandlungen die Fläche lediglich als Grünfläche herzurichten. Für einen Spielplatz fehle das Geld. Stattdessen empfiehlt das Amt, den rund 400 Meter entfernten Spielplatz am Frankenweg zu nutzen. „Nicht nur, dass der dortige Spielplatz nach meinen Recherchen sowieso schon überbelegt ist, mögen die Kinder zudem nicht allein dorthin gehen“, berichtet die Angelmodderin.

„Wir brauchen eine Spielfläche, einen Platz, der unserer außerordentlich gut funktionierenden Nachbarschaft einen Raum gibt.“ Auch die älteren Bewohner hätten ihr Interesse signalisiert. „Die möchten die Kinder spielen sehen“, sagt sie.

Der Mut, weiter zu kämpfen, verlässt sie jedoch nicht. „Weil ich die Entscheidungsprozesse in den Gremien kenne, hält dich die Frustration in Grenzen“, sagt sie. Außerdem, das gehört einfach zu so einem überdurchschnittlichem Engagement dazu, habe sie auch ein wenig Spaß dabei.

Zwischenzeitlich hat sie sich direkt mit der Bima in Verbindung gesetzt, und sie sei doch überrascht gewesen, dass ihr konkret zugesagt worden sei, dass die Verhandlungen bis Ende des Jahres abgeschlossen seien.

Und dann gibt es da ja noch die Bundestagskandidaten, denen jetzt auch ein Einblick in den Kampf um den Spielplatz gewährt wird.

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