Do., 16.11.2017

„Goethe“ war zu Besuch Ausstellungsserie läuft weiter

Goethe kam nicht nach Angelmodde, die Heimatfreunde schon: (v.l.) Wolfgang Echelmeyer, Engelbert Honkomp, Ernst-Peter Rumphorst und der Goethe-Referent Karl Hagemann.

Goethe kam nicht nach Angelmodde, die Heimatfreunde schon: (v.l.) Wolfgang Echelmeyer, Engelbert Honkomp, Ernst-Peter Rumphorst und der Goethe-Referent Karl Hagemann. Foto: anh

Münster-Angelmodde - 

Marodes Gartenhaus der Heimatfreunde Angelmodde wird renoviert

Von Andreas Hasenkamp

Wenn es nicht so kalt und nass gewesen wäre, hätte die Gräfin Gallitzin ihn anno 1800 wohl auch nach Angelmodde geleitet, den Dichterfürsten aus Weimar Johann Wolfgang Goethe. So vermutete es Karl Hagemann, der zum Auftakt der Mitgliederversammlung der Heimatfreunde Angelmodde am Mittwoch aus seinem Buch „In diesem frommen sittlichen Kreise: Goethe in Münster“ referierte. 32 Mitglieder waren im Restaurant Strandhof erschienen.

Goethe hatte Probleme mit der Unterkunft im von Emigranten überfüllten Münster, die Heimatfreunde sind besorgt um ihr Gartenhaus, das Inventar aus dem Gallitzinhaus beherbergen muss, Stühle etwa. Das Gartenhaus sei unbenutzbar, die untere Balkenlage verrottet, war zu hören. Abhilfe schaffen Handwerker in den nächsten Wochen, ein Zuschuss der Bezirksvertretung und eine Spende der Stadtsparkasse machen es möglich.

„Überraschend gut besucht“ sah sich mit 50 Besuchern die Vernissage mit ausgewählten Werken von Angelmodder Künstlern im Gallitzinhaus, so Hein Götting im Rückblick. Die Ausstellung, bis Anfang Februar zu sehen, sei auch ein Dankeschön an die Stifter.

Die Ausstellungsserie von Ursula Dillmann läuft weiter, sie macht aber im April und Juli eine Pause, um anderes zeigen zu können. Die Nachfrage sei nach wie vor groß. Drei solcher Ausstellungen werde es 2018 geben. Einen selbst gefertigten Flyer teilte sie bei der Versammlung aus. Er ist auch im Gallitzinhaus erhältlich.

Eine Radtour zu den Höfen Angelmoddes war im August dem Regen zum Opfer gefallen. Sie soll nun am 15. Juni stattfinden, geleitet von Dieter Fischer. Am Tag des offenen Denkmals habe man sich 2017 nicht beteiligt – für das Thema „Macht und Pracht“ gebe Angelmodde-Dorf „wenig her“, so der erste Vorsitzende Engelbert Honkomp: Die Kirche St. Agatha nicht, denn „in dieser erhabenen Schlichtheit lässt sich nichts an Pracht erkennen“, und die alten Fachwerkhäuser sprächen „eher von Armut“.

Schatzmeisterin Margit Lass berichtete von einer Kasse im Plus, allerdings verbraucht der Unterhalt des Gallitzinhauses die Mitgliedsbeiträge. Die Spenden seien derzeit „sehr mau“ und das Verlegen einer der Chroniken koste 2800 bis 3000 Euro.

Neuer Kassenprüfer ist Bernhard Overhageböck.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

karriere.ms Anzeigen

Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5292931?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F134%2F