Notunterkunft am Brandhoveweg wird abgebaut
Container werden zu Kitas

Münster-Südost -

Wie lassen sich schnell neue Kita-Plätze in Angelmodde schaffen? Wohin mit den Containern am Brandhoveweg? Die Stadtverwaltung Münster versucht zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

Donnerstag, 01.03.2018, 17:03 Uhr

In Angelmodde gibt es nur für 63,8 Prozent der Ü3-Kinder einen Kitaplatz. Vorübergehend sollen deswegen die Container am Brandhoveweg zu einer Pavillion-Kita an der Heidestraße umgebaut werden.
In Angelmodde gibt es nur für 63,8 Prozent der Ü3-Kinder einen Kitaplatz. Vorübergehend sollen deswegen die Container am Brandhoveweg zu einer Pavillion-Kita an der Heidestraße umgebaut werden. Foto: mlü

Die Stadtverwaltung will die ehemalige Notunterkunft sanieren lassen und die Container an anderer Stelle vorübergehend als Kitas wieder aufstellen.

Seit dem vergangenen Sommer steht die ehemalige Notunterkunft am Sportplatz Brandhoveweg leer. Die Flüchtlinge sind längst in feste Einrichtungen oder eigene Wohnungen umgezogen. Doch die Stadt Münster wurde die Container seitdem nicht wieder los. Die Baufirma hatte kein Interesse an einem Rückkauf und ein Abriss kam nicht infrage. Als „stille Reserve“ sollte die Einrichtung erst einmal fortbestehen, solange sie nicht im Weg steht.

Jetzt gibt es einen neuen Plan. Aus einer Notunterkunft werden zwei Kitas: Die Container werden generalüberholt und auf die neue Nutzung hin umgebaut. Ein Teil der Container wird nach Albachten verfrachtet und bildet dort den Grundstock für eine Zwei-Gruppen-Kita. Die anderen Container bleiben im Stadtbezirk Südost. Auf der städtischen Fläche an der Heidestraße 11c in Angelmodde wird vorübergehend eine Pavillionanlage in Containerbauweise für eine Kita-Gruppe errichtet.

Damit soll kurzfristig eine enorme Versorgungslücke in Angelmodde geschlossen werden. Es gibt aktuell nur 173 Plätze für 271 Kinder über drei Jahren. Mit neuen festen Kindertagesstätten in Alt-Angelmodde und in der Nachbarschaft der Eichendorff-Grundschule in Angelmodde-West soll mittelfristig gegengesteuert werden. Doch solange diese noch im Bau sind, soll die provisorische Anlage an der Heidestraße den eklatanten Mangel an Kita-Plätzen abfedern.

Dafür nimmt die Verwaltung hohe Kosten in Kauf. Wie berichtet, soll das Provisorium an der Heidestraße 365 000 Euro kosten und nur drei Jahre stehen bleiben. Dabei bietet es nur Platz für 20 Kinder. „Das tut schon weh“, empfindet CDU-Ratsherr Karl Horst Beitelhoff. Deswegen hat er sich dafür ausgesprochen, die Container länger stehen zu lassen. Denn den Plan findet er im Grundsatz gut: „Die Versorgungslage in Angelmodde ist katastrophal.“ Und der Platz am Hof Buddenbäumer wird für die Sportentwicklung gebraucht. Die Container seien damals neu gekauft worden und noch in gutem Zustand. „Wir haben also die Option auf fünf bis sieben Jahre.“

Am Dienstag (6. März) wird der Plan der Bezirksvertretung Südost vorgelegt. Vorausgesetzt der Rat der Stadt Münster stimmt dem Vorhaben zu, sollen die Container in der zweiten Jahreshälfte 2018 ihren neuen Platz an der Heidestraße finden.

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