Neue Anlage in Wolbeck ist schon fast zur Hälfte vergeben
Nachfrage nach Kolumbarien steigt

Münster-Südost -

Vorreiter war der Friedhof Am Hohen Ufer in Angelmodde. Dort entstanden im Jahr 2007 die ersten Kolumbarienwände Münsters. „Inzwischen werden auf allen städtischen Stadtteilfriedhöfen Urnennischen in Kolumbarienanlagen angeboten“, erklärt der münsterische Fachstellenleiter für das Friedhofswesen, Christian Niggemann. Ende 2017 errichtete man auch auf dem Wolbecker Friedhof an der Eschstraße eine Kolumbarium-Stele. Niggemann: „Und auch dort sind schon drei der sieben Urnennischen vergeben.“

Montag, 12.03.2018, 00:03 Uhr

In der nähe des Eingangs zum Wolbecker Friedhof an der Eschstraße befindet sich diese neue Kolumbarienanlage. Sie entstand in Sichtweite der Aussegnungshalle und bietet Platz für sieben Urnennischen.
In der nähe des Eingangs zum Wolbecker Friedhof an der Eschstraße befindet sich diese neue Kolumbarienanlage. Sie entstand in Sichtweite der Aussegnungshalle und bietet Platz für sieben Urnennischen. Foto: isa

Insgesamt sei das Interesse an Urnennischen in Kolumbarien-Anlagen „sehr groß“, erläutert Niggemann. Und der Trend geht weiter in diese Richtung. Den Hauptgrund sieht der Fachstellenleiter darin, dass Kolumbarien für die Hinterbliebenen pflegefrei seien. Außerdem gefalle vielen Hinterbliebenen deren schlichte, ansprechende Gestaltung.

Auf dem Friedhof Eschstraße befindet sich die Stele, die in dezenten pastell-rosa und grauen Farbtönen gehalten ist, an dem Weg, der direkt hinter dem Haupteingang des Friedhofs rechts abknickt. Den Hintergrund der Stele bilden hohe Rhododendrenbüsche, die einen harmonischen Rahmen zu der Anlage bilden. Aufgrund der großen Nachfrage sei eine weitere Aufstockung der Kolumbarien auch auf dem Friedhof Eschstraße möglich, so Niggemann.

Urnennischen in Kolumbarienwänden oder Stelen setzten auf den Friedhöfen ganz besondere Akzente, so Niggemann weiter. Dabei probiere man verschiedene Formen aus. So können auf dem Waldfriedhof Lauheide seit Anfang 2017 Urnen in einer Kolumbarienwand gebäudeintern in der Nähe eines „gotischen Gebäudegangs“ beigesetzt werden.

Die größte Anzahl von Urnennischen gibt es nach wie vor auf dem Angelmodder Friedhof Am Hohen Ufer. Dort befinden sich 128 Urnennischen in gemauerten Wänden am Haupteingang. Dazu kommen weitere 18 Nischen, die im hinteren Bereich in einem Dreiecksgebilde errichtet wurden.

Auch auf dem Angelmodder Friedhof an der Homannstraße wurde das Angebot wegen der großen Nachfrage bereits erweitert. Wie berichtet, waren dort Anfang 2016 die ersten sieben Urnennischen entstanden. Auch diese seien schnell belegt gewesen, so Christian Niggemann. Inzwischen gibt es auf dem Friedhof Homannstraße insgesamt 24 Urnennischen in verschiedenen Kolumbarienanlagen.

 

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