Stefan Nacke (MdL) und Pfarrer Jörg Hagemann besuchen die Kita St. Bernhard
Auch die Familien im Blick

Münster-Angelmodde -

„Das ist mein Kindergarten.“ Mit diesen Worten eröffnete CDU-Landtagsabgeordneter Dr. Stefan Nacke die Gesprächsrunde im Familienzentrum St. Bernhard, wo er sich am Freitag gemeinsam mit Stadtdechant Jörg Hagemann über die Einrichtung von Kita-Leiterin Marion Aupers informieren ließ. Anfang der 1980er-Jahre sei es gewesen, als er den Kindergarten St. Bernhard besucht habe, erinnert er sich.

Sonntag, 25.03.2018, 00:03 Uhr

Einen Einblick in den Alltag eines Kindergartens vermittelte Kita-Leiterin Marion Aupers ( l.) dem Landtagsabgeordneten Stefan Nacke (r.) und Stadtdechant Jörg Hagemann.
Einen Einblick in den Alltag eines Kindergartens vermittelte Kita-Leiterin Marion Aupers ( l.) dem Landtagsabgeordneten Stefan Nacke (r.) und Stadtdechant Jörg Hagemann. Foto: na

Etwaige Sentimentalitäten standen dann nicht mehr im Vordergrund. So bescheinigte Pfarrer Hagemann der Kita eine hervorragende Arbeit zu machen, was ihre Aufgabe als Familienzentrum betrifft. „Sie haben nicht nur die Kinder, sondern auch die Familie im Blick“, erklärte er und betonte besonders den Mut von Marion Aupers, die Kita um eine U3-Gruppe erweitert zu haben. Und Hagemann, dessen Kirchengemeinde St. Nikolaus Münster auch Träger der Kita ist, erinnerte an die Entstehung des freien Frühstücksbüfetts.

„Das war eine Reaktion darauf, dass nicht wenige Eltern ihre Kinder mit Tütensuppen als Mahlzeit zu uns geschickt haben“, berichtete Marion Aupers. Das freie Frühstücksbüfett sei allerdings nur durch Spendengelder finanzierbar. Deshalb der Appell von Hagemann, möglichst eben nicht die siebte Rutsche zu finanzieren, sondern eine gesunde Ernährung zu ermöglichen.

Über das unbestreitbare Erfordernis, die Ausbildung der Mitarbeiter in den Kitas zu verbessern, waren sich alle Beteiligten einig. „Der Beruf fordert viel und wird nicht optimal bezahlt“, erklärte Nacke. Man müsse das Berufsbild attraktiver gestalten.

Er stellte Möglichkeit des Quereinstiegs ehemaliger Tagesmütter zur Diskussion, um so dem Fehlen von rund 16 000 Erzieherinnen und Erziehern in NRW entgegenwirken zu können. In einer berufsbegleitenden Ausbildung, so wie es die Hildegardisschule für ihre Pflegeberufe anbiete, sieht Hagemann eine weitere Möglichkeit, das Ausbildungsniveau anzuheben.

Ob denn zu befürchten sei, dass beim Kinderbildungsgesetz (KiBiz) Abstriche gemacht werden könnten, wollte Marion Aupers vom Landtagsabgeordneten wissen. Doch der beruhigte sie: „Das ist das Prestigeprojekt der neuen Landesregierung und wird auch weiter die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen in den Kindertagesstätten regeln“, betonte Nacke, bevor er doch tatsächlich beim gemeinsamen Rundgang trotz der doch sehr erweiterten und veränderten Räumlichkeiten sein früheres Spielzimmer entdeckt zu haben glaubte. . .

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