Monte Scherbelino
Sanierung des Monte Scherbelino

Münster-Coerde -

Bei dem Starkregen vor dreieinhalb Jahren lösten sich fast 10 000 Tonnen Erde am Monte Scherbelino. Auf beiden Seiten des „Berges“ rutschten jeweils rund 5000 Quadratmeter Boden ab. Der Erdmantel des „Monte Scherbelino“ folgte samt Buschwerk der Schwerkraft.

Donnerstag, 04.01.2018, 06:01 Uhr

Fast 10 000 Tonnen Erde lösten sich am „Monte Scherbelino“  nach dem Starkregen am 28.Juli 2014. Auf der Nordseite (Bild) hatten sich die Erdmassen mehrere Meter hoch auf der Zufahrtsstraße zur Deponie aufgetürmt. In diesem Frühjahr soll die alte Deponie nun wieder abgedichtet werden. Bis dahin weiden Schafe an den Hängen des alten Müllbergs
Fast 10 000 Tonnen Erde lösten sich am „Monte Scherbelino“  nach dem Starkregen am 28.Juli 2014. Auf der Nordseite (Bild) hatten sich die Erdmassen mehrere Meter hoch auf der Zufahrtsstraße zur Deponie aufgetürmt. In diesem Frühjahr soll die alte Deponie nun wieder abgedichtet werden. Bis dahin weiden Schafe an den Hängen des alten Müllbergs Foto: kaj

Die Löcher in den Flanken des „Monte Scherbelino“ dürften zu den letzten offenen Schäden der Regenkatastrophe vom 28. Juli 2014 zählen. Folien dichten behelfsmäßig die Hänge der Nord- und Südseite des alten münsterischen Müll-Berges ab. Schafe weiden auf den umliegenden Flächen.

Nun sollen auch diese Schäden beseitigt werden. Die Sanierungskosten belaufen sich auf rund eine Million Euro. Finanziert wird die Sanierung des Monte Scherbelino mit Geldern, die die Stadt Münster vom Land NRW zur Beseitigung von Schäden der Katastrophe erhalten hat.

Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) werden ihren Berg nun bald in Angriff nehmen. „Der Auftrag wurde im November vergeben“, berichtete jetzt Tina Mai von den AWM. Sobald das Wetter es zulässt, „so früh wie möglich“, sollen die Arbeiten beginnen. Frost und Dauerregen dürfen nicht in Sicht sein, wenn es losgeht, denn die Sanierung geht mit „umfangreichen Erdarbeiten“ einher, so Tina Mai. Es werde auch „schweres Gerät“ eingesetzt.

Die Oberfläche des alten Müllbergs solle inklusive Oberboden und Bepflanzung wieder hergestellt werden. Bis Ende dieses Jahres, so Mai, solle alles fertig sein.

Bei dem Starkregen vor dreieinhalb Jahren lösten sich fast 10 000 Tonnen Erde am Monte Scherbelino. Auf der 1980 stillgelegten Coerder Mülldeponie ging es auf der Süd- und der Nordseite abwärts. Mehrere Meter hoch türmte sich die Erde nach dem Rutsch auf der Zufahrtsstraße zur Deponie und zum Recyclinghof auf. Auf beiden Seiten des „Berges“ rutschten jeweils rund 5000 Quadratmeter Boden ab. Es war die Rekultivierungsschicht, der Erdmantel des „Monte Scherbelino“, der samt Buschwerk abglitt.

Unter dem Erdmantel befindet sich eine 50 Zentimeter dicke wasserundurchlässige Tonschicht, die 2014 nicht beschädigt worden ist. Aber weil sie offengelegen hat und austrocknete, muss sie in diesen Bereichen erneuert werden.

Die Zentraldeponie I in Coerde war von 1957 bis 1980 die Müllkippe der Stadt Münster. Die Sanierung und Abdichtung Jahrzehnte später diente dem Ziel zu verhindern, dass Regenwasser Schadstoffe aufnimmt und ins Grundwasser sickert.

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