Sturmschäden
Der Tag nach „Friederike“

Münster-Nord -

Am Tag nach „Friederike“ geht es auch in Münsters Norden ans große Aufräumen. Das Orkantief hat seine Spuren hinterlassen.

Freitag, 19.01.2018, 17:01 Uhr

Die große Tanne am Rand von Pastors Garten landete auf der Buchenhecke.
Die große Tanne am Rand von Pastors Garten landete auf der Buchenhecke.

Am Tag nach „Friederike“ geht es auch in Münsters Norden ans große Aufräumen. Das Orkantief hat seine Spuren hinterlassen. Rund 80 entwurzelte Bäume in Münster insgesamt, 300 Notrufe zwischen 12 und 14 Uhr bei der Polizei . Die Straße Wilkinghege ist seit den Mittagsstunden des Donnerstags gesperrt. Erst einen Tag später, gegen 11 Uhr am Freitag, räumen Polizeibeamte die letzte Absperrung in Höhe Gasselstiege Richtung Steinfurter Straße beiseite. Wenige Minuten zuvor kracht dort kontrolliert bei Fällarbeiten eine Baumspitze herunter.

Gregor Ridder von der Hausleitung der Wohn- und Pflegeeinrichtung Haus Wilkinghege sind die Böen des Orkantiefs noch sehr präsent. Als er am Donnerstag sieht, dass ein Baum über die Straße Wilkinghege fällt, läuft er mit Arnd Wirbelauer, Leiter des Hauses Wilkinghege, raus und zieht die Spitze von der Straße. Sie sehen, dass sich die Wurzeln eines weiteren Baumes heben. Ridder: „Wir haben sofort die Feuerwehr alarmiert“, die wenig später vor Ort ist und die Straße sperrt. Dabei bleibt es, weil noch weitere Bäume auf dem bewaldeten Abschnitt Richtung Gasselstiege umsturzgefährdet sind. Die Absperrung sorgt im Verlauf des Tages für Staus im Berufsverkehr. Wer sonst aus Kinderhaus über Wilkinghege fährt, nimmt die Grevener Straße stadteinwärts und braucht dann für das Stück bis zur Einmündung Wilkinghege eine dreiviertel Stunde.

Auf dem Kinderhauser Friedhof beseitigen die Mitarbeiter von Friedhofsgärtner Wolfgang Welling auch am Freitag noch Spuren des Sturms. Einige Bereiche sind noch abgesperrt. Schritt für Schritt geht es voran.

Warten müssen noch die umgekippten alten Bäume am Pfarrhaus St. Josef. Eine Tanne hat es erwischt und den schönen alten Kirschbaum mitten im Pfarrgarten. Nach den starken Regenfällen der letzten Wochen war der Boden so durchfeuchtet, dass die Wurzeln beim Angriff des Sturms keinen Halt mehr fanden.

Auch die große Tanne am Rand des Gartens ist umgekippt. Das Pfarrhausteam sieht, wie sie fällt. „Wir standen gerade in der Küche am Fenster und beobachteten besorgt die große Tanne hinter dem Fahrzeugschuppen. Wir überlegten, ob wir nicht besser unsere Autos umstellen sollten. Da neigte sich wie in Zeitlupe die rechte Tanne, auf die wir bis dahin nicht geachtet hatten, und legte sich auf die Buchenhecke“, berichtet Pastoralreferent Martin Grünert. Als sie kurz darauf, gegen 11.30 Uhr, aus dem Haus gehen, sehen sie auch die umgestürzte Kirsche im Garten. Alles ereignete sich innerhalb von Minuten.

Im Schulgarten der Waldschule Kinderhaus knickte ein Baum ab. Der Spielplatz mit der Spinne am Rande des Schulgeländes war Freitagvormittag noch abgesperrt. Die Aufräumarbeiten waren in vollem Gange. Viele Gehöfte in Münsters Norden haben Löcher im Dach.

Auch im Bereich von Gut Kinderhaus wütete „Friederike“ und brachte etliche Kiefern zu Fall.

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