Regionalwettbewerb „Jugend forscht“
„Mikroplastik in den Rieselfeldern“

Münster-Coerde -

Christoph Dumstorf und Lars Zeggelaar haben mit ihrem Projekt „Mikroplastik in den Rieselfeldern“ den ersten Platz beim Regional-Wettbewerb von „Jugend forscht“ im Bereich Chemie gewonnen. Die beiden Schüler des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums Münster haben mit speziellen Plankton-Käschern Schwebstoffe aus dem Wasser der Rieselfelder gefischt und untersucht.

Donnerstag, 05.04.2018, 18:05 Uhr

Christoph Dumstorf (l.) und Lars Zeggelaar von Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium Münster haben bei „Jugend forscht“ den ersten Platz im Fachbereich Chemie gemacht. Der Titel ihrer Untersuchung lautet: „Mikroplastik in den Rieselfeldern“. Ihre Ergebnisse können nun Anstoß für systematischere Untersuchungen der Belastung sein.
Christoph Dumstorf (l.) und Lars Zeggelaar von Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium Münster haben bei „Jugend forscht“ den ersten Platz im Fachbereich Chemie gemacht. Der Titel ihrer Untersuchung lautet: „Mikroplastik in den Rieselfeldern“. Ihre Ergebnisse können nun Anstoß für systematischere Untersuchungen der Belastung sein. Foto: rkr

Christoph Dumstorf und Lars Zeggelaar sind glücklich: Sie haben mit ihrem Projekt „Mikroplastik in den Rieselfeldern“ den ersten Platz beim Regional-Wettbewerb von „Jugend forscht“ im Bereich Chemie gewonnen. Die beiden Schüler des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums Münster haben mit speziellen Plankton-Käschern Schwebstoffe aus dem Wasser der Rieselfelder gefischt und genau untersucht. Dabei wurden sie von dem Mikroplastik-Experten Dr. Jens Reiber des Analytik-, Prüf- und Beratungsdienstleisters Wessling und von Dr. Björn Kemper vom Biomedizinischen Technologiezen­trum der Universität Münster unterstützt.

Die 17-Jährigen entwickelten eine Methode, um die verschiedenen Schwebestoffe voneinander zu trennen und konnten am Ende auch Mikroplastikteile nachweisen, die weniger als einen Millimeter Durchmesser haben.

„Die Kunststoffe sind überall unterwegs“, sagte Dr. Hans-Uwe Schütz von der Biologischen Station Rieselfelder. Jedes Mal, wenn der große Stauteich abgelassen und gereinigt werde, fänden die Mitarbeiter der Biologische jede Menge Plastikmüll, der mit dem Klarwasser aus der Kläranlage Coerde herangespült werde. „Die Leute schmeißen alles in die Toilette“, schimpfte der Naturschützer, „vom Wattestäbchen bis zum Kondom haben wir schon alles gefunden und dokumentiert.“ Die Kläranlagen seien bis jetzt noch nicht in der Lage, diese Teile herauszufiltern.

Deshalb müsse man an das Umweltbewusstsein der Bürger appellieren, damit der Plastikmüll gar nicht erst ins Abwasser kommt. Der Müll gelangt über die Flüsse schließlich ins Meer und wird dort von den Fischen mit dem Plankton, das eine ähnliche Größe hat, gefressen. Über die Nahrungskette kommt er dann zum Menschen zurück.

Die beiden betreuenden Lehrer, Daniel Spieker und Michael Deittert, sind stolz auf ihre Schüler und betonen, das die beiden kein Einzelfall sind. „Bei uns am Gymnasium betreuen wir vier bis fünf Projekte pro Jahr, die am Wettbewerb von „Jugend forscht“ teilnehmen“, sagte Daniel Spieker.

Sein Kollege Michael Deittert ergänzte: „Nach dem Regionalsieg im Fachbereich Chemie vertreten Christoph und Lars das Münsterland im Landeswettbewerb in Düsseldorf vom 19. bis 21. März. Wir drücken ihnen die Daumen.“

Rieselfelder April 2017

Die Rieselfelder im April 2017 Foto: Franziska Eickholt

Rieselfelder April 2018

Die Rieselfelder im April 2018 Foto: Matthias Ahlke

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5562373?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F135%2F
Kleine Pflaster gegen die Wohnungsnot
 Keine Wohnungen: Studenten beziehen Zelte vor dem SchlossSo ein Aufenthalt im Zelt macht Spaß – solange man nicht dauerhaft darin wohnen muss.
Nachrichten-Ticker