„Von Mensch zu Mensch“
Sie schenken anderen Zeit

Münster-Coerde -

„Leben und älter werden mit Würde – dieser Grundsatz steht im Vordergrund unseres Handelns. Den Menschen soll es trotz altersbedingter Einschränkungen ermöglicht werden, so lange es geht, ein selbstbestimmtes und selbstständiges Leben im eigenen Wohnumfeld zu führen“, formuliert es Klaus Jänsch. Vier Jahre gibt es jetzt die Gruppe „Von Mensch zu Mensch“ in Coerde.

Montag, 16.04.2018, 18:04 Uhr

Im April vor vier Jahren wurde die Coerder Gruppe der Initiative „Von Mensch zu Mensch“ ins Leben gerufen – ein Ergebnis aus den Überlegungen des Arbeitskreises „Älterwerden in Coerde“.
Im April vor vier Jahren wurde die Coerder Gruppe der Initiative „Von Mensch zu Mensch“ ins Leben gerufen – ein Ergebnis aus den Überlegungen des Arbeitskreises „Älterwerden in Coerde“. Foto: Andreas-Gemeinde

Von „Mensch zu Mensch“ ist eine Initiative der Stiftung Magdalenenhospital, die 2003 startete. Ihr Ziel ist es, ältere und hilfsbedürftige Bürger in ihrem Wohnumfeld zu unterstützen. Zurzeit gibt es die Initiative in 13 Stadtteilen Münsters: in Coerde, Berg Fidel, Gievenbeck, Hiltrup, Mauritz, Mecklenbeck, Nienberge, Rumphorst, Uppenberg, Überwasser (Innenstadt), im Südviertel sowie im Bereich Aegidii, Pluggendorf und Aaseestadt.

Die Coerder Gruppe entstand im April vor vier Jahren. Ein Ansprechpartner für Coerde ist Klaus Jänsch, Presbyter und Kirchmeister in der evangelischen An­dreas-Kirchengemeinde.

„Von Mensch zur Mensch“ schenkt Zeit und Aufmerksamkeit. Die ehrenamtlichen Mitglieder der Initiative begleiten generell ältere Herrschaften zum Beispiel bei Einkäufen, Arztbesuchen, Spaziergängen oder kulturellen Veranstaltungen etwa der Kirchengemeinden.

Dass in Coerde eine Stadtteilinitiative im April 2014 gegründet wurde, sei ein Ergebnis aus den Überlegungen des Arbeitskreises „Älterwerden in Coerde“, so Klaus Jänsch in einer Pressemitteilung. In Coerde gebe es aktuell die Begleitung beim Einkaufen oder bei der Spazierfahrt mit dem Rollstuhl, berichtet er.

Die Gruppe bestehe aus 15 Frauen und Männern, die zurzeit zehn Menschen betreuten. Die Helfer seien über die Stiftung Magdalenenhospital „haftpflichtversichert im Rahmen des Dienstes. Eine Unfallversicherung besteht über die Kommune“, erläutert er. Es gibt auch die Möglichkeit, Schulungen zu besuchen.

Betreut werde nach individueller Absprache. Ersatz gebe es nicht, wenn jemand wegen Krankheit oder privater Termine ausfalle. Pflegerische Tätigkeiten übernehmen die Freiwilligen von „Von Mensch zu Mensch“ nicht, sie sind auch keine kostenlosen Haushalts- oder Putzhilfen. Aber die Mitglieder der Initiative „vermitteln Kontakt zu anderen Einrichtungen wie Pflegediensten und Beratungsstellen“, formuliert es die Coerder Gruppe.

„Leben und älter werden mit Würde – dieser Grundsatz steht im Vordergrund unseres Handelns. Den Menschen soll es trotz altersbedingter Einschränkungen ermöglicht werden, so lange es geht, ein selbstbestimmtes und selbstständiges Leben im eigenen Wohnumfeld zu führen“, formuliert es Klaus Jänsch. „Pflegende Angehörige wollen wir in ihrer Verantwortung nicht alleine lassen“, fügt er hinzu.

Die „Von-Mensch-zu-Mensch-Initiativen“ werden von den Freiwilligen selbst organisiert. Eine finanzielle Förderung gebe es von der kommunalen Stiftung Magdalenenhospital und Unterstützung von der Freiwilligen-Agentur, heißt es.

Zum Thema

Kontakt zur Coerder Gruppe „Von Mensch zu Mensch“ finden Interessierte über das Pfarrbüro der Andreas-Gemeinde, ' 24 99 00, und das Pfarrbüro der Gemeinde St. Franziskus, ' 16 13 90, sowie beim DRK, ' 162 00 79. Flyer mit ersten Informationen sind erhältlich in den Gemeindebüros und beim DRK in Coerde.

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