Kulturinitiative veranstaltet Fotowettbewerb mit Ministerin Grütters als Schirmherrin
Coerdes bestes Bild wird gesucht

MÜNSTER-COERDE -

Wie sieht es aus am Hamannplatz? Welche lauschigen Ecken gibt es in Coerde? Und wo ist es nicht so schön? Das soll jetzt ein Fotowettbewerb zeigen.

Donnerstag, 17.05.2018, 18:05 Uhr

Martin Adler (l.) und Ulrich Bärenfänger haben ihre alten Knipsen rausgeholt. Die Mitglieder der Kulturinitiative Coerde laden ihre Mitmenschen ein, den Stadtteil für einen Fotowettbewerb abzulichten.
Martin Adler (l.) und Ulrich Bärenfänger haben ihre alten Knipsen rausgeholt. Die Mitglieder der Kulturinitiative Coerde laden ihre Mitmenschen ein, den Stadtteil für einen Fotowettbewerb abzulichten. Foto: jans

Wer macht sich welches Bild von Coerde? Diese Frage bewegt momentan die Kulturinitiative (KI) des Stadtteils.Sie veranstaltet nämlich einen Fotowettbewerb, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgefordert sind, abzulichten, was sie in ihrem Stadtteil interessant finden. Im bald erscheinenden Wettbewerbs-Flyer heißt es: „Was kommt? Was geht? Zeigt uns Euren Lieblingsplatz in Coerde. Oder der Platz, der es einmal war. Entdeckt Coerde neu! Oder fotografiert, was Coerde schon immer ausgemacht hat. Bewegt Coerde neu! Oder zeigt, was Coerde bewegt.“

Mit ihrer Idee ist die Initiative sozusagen an höchster Stelle auf offene Ohren gestoßen. Prof. Monika Grütters, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, und gebürtige Coerderin hat zugesagt, die Schirmherrschaft über den Wettbewerb zu übernehmen. Unterstützt wird die Veranstaltung zudem von Sponsoren.

„Uns geht es darum, Menschen einzubinden“, so KI-Mitglied Martin Adler, der zusammen mit Miriam Schulz den Wettbewerb organisiert. Die Wettbewerbsbilder sollten den Wandel des Stadtteils festhalten. Es solle gezeigt werden, was den Ortsteil umtreibe, was bleibe und wie sich Coerde wandele.

Jury

Aus den Wettbewerbsbeiträgen wählt eine Jury zehn Siegerbilder aus. Die ersten drei Plätze sind mit 300-, 200- und 100-Euro-Warengutscheinen dotiert. Zudem gibt es sieben „kleinere Preise“, so Ulrich Bärenfänger vom Vorstand der KI.

Am 9. September werden die Preise im Begegnungszentrum Meerwiese verliehen. Dort ist dann auch eine Ausstellung mit 20 Wettbewerbsbeiträgen zu sehen. Die Idee einer Wanderausstellung mit diesen Bildern gibt es ebenfalls.

Kalender

Auch über eine weitere Nutzung der Coerde-Fotos aus dem Wettbewerb werde nachgedacht, so Adler und Bärenfänger. Möglich sei zum Beispiel die Erstellung eines Buches oder Kalenders. Aber erst einmal müssen die Fotos natürlich gemacht werden. Vorgaben haben die Organisatoren in dieser Hinsicht wenige. Lieblingsplätze oder vergessene Orte im Stadtteil könnten ebenso abgelichtet werden wie dessen Menschen, wenn jene die Erlaubnis dazu erteilten, so Bärenfang.

Die digitalen Fotos sollten 300 dpi und 15 MB in Auflösung und Größe nicht überschreiten. Jeder Teilnehmer darf nach dem Wettbewerbsbeginn drei Bilder über einen speziellen Link auf der Internetseite der Kulturinitiative (kultur-coerde.de) hochladen. Handy-Schnappschüsse können ebenso eingereicht werden wie Profi-arbeiten.

Zukunft

Die Wettbewerbs-Idee wurde bei einer Ideenbörse der 2017 gegründeten Initiative entwickelt, betont Adler. „Wir sind neugierig, was passiert“, so das KI-Mitglied weiter. Ein Auslöser für die Wettbewerbsidee sei auch der Hamannplatz gewesen, wissen Adler und Bärenfänger. Dort werde sich in Zukunft viel verändern, und es gelte zu zeigen, wie der Platz aussah und wie er sich wandelt. Dieser Wandel sei aber auch an vielen anderen Stellen in Coerde spürbar und könne dokumentiert werden. Mit dem Wettbewerb wollen die Veranstalter Coerde wieder ein wenig in den öffentlichen Blickpunkt rücken. Denn, so Bärenfang: „Coerde ist ein Stadtteil, der die letzten 20 bis 30 Jahre im Abseits stand.“

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