Pfingstturnier des Reit- und Fahrvereins zum Rieselfeld
350 Pferde und 1100 Starts

MÜNSTER-COERDE -

Sie preschten durch den Wassergraben - aber manchmal war gerade diese Prüfung schwieriger als erwartet.

Mittwoch, 23.05.2018, 05:30 Uhr

Der Wassergraben war beim Vielseitigkeitsturnier des Reit- und Fahrvereins zum Rieselfeld für manches Pferd eine besondere Herausforderung.
Der Wassergraben war beim Vielseitigkeitsturnier des Reit- und Fahrvereins zum Rieselfeld für manches Pferd eine besondere Herausforderung. Foto: cro

Schon von Weitem ist die Staubwolke zu sehen, die die Pferdehufe auf dem trockenen Boden aufwirbeln. Denn die Vielseitigkeitsreiter haben es auf dem Rundparcours des Reit- und Fahrvereins zum Rieselfeld eilig. Immerhin geht es um Plätze und Siege beim diesjährigen Pfingstturnier. Doch bereits der erste Reiter in dieser Runde ist vom Pech verfolgt: Drei Mal weigert sich das Tier, über ein Hindernis zu gehen – Disqualifikation.

Auch der Wassergraben scheint die Tiere vor einige Probleme zu stellen. Nicht jedes Pferd geht wie gewünscht durch das Hindernis, manche bleiben einfach davor stehen. Erst mit gutem Zureden trauen sich die Pferde durch den Graben, was wiederum Zeit kostet.

Mit der 15. Auflage des Vielseitigkeitsturniers trifft Organisator Dieter Bölting genau ins Herz der vielen Pferdefreunde, die nicht so oft die Gelegenheit haben, das Vielseitigkeitsreiten zu praktizieren. „Man braucht eine Menge Platz dafür: Dazu die entsprechenden Waldstrecken und die Erlaubnis, sie mit den Pferden nutzen zu können.” Das mache in Westfalen auch nicht jeder Waldbesitzer mit. „Wir haben das Glück, dass unser Grund groß genug ist“, so Bölting weiter.

Dressur

Das genossen die rund 350 Pferde, die bei den 1100 Starts antraten, sehr. Dabei mussten die Tiere und die Reiter einige Aufgaben erfüllen, die es in sich hatten. Dressur, Springen, danach ein Ritt querfeldein mit natürlichen Hindernissen. „Es ist so im Vielseitigkeitssport: Jeder muss ein bisschen was machen, dann bleibt der Sport auch am Leben”, so Bölting.

Während die Reiter sich nach und nach immer wieder auf den Weg machten, durften Kinder in der Zwischenzeit auf Mini-Shetland-Ponys schon einmal die ersten Schritte auf dem Weg zum reiterlichen Erfolg wagen. „Wir bieten eine kleine Basisprüfung an für den Nachwuchs ab fünf Jahren – da führen die Eltern das Tier teilweise noch”, erklärte Bölting. Insgesamt 37 Kids meldeten sich für diesen Einsteigerwettbewerb. Bölting: „Das ist schon sehr ordentlich.”

Verschiedene Klassen

Doch noch mehr stand an den drei Turnier-Tagen auf dem Programm: Es gab die Eignungsprüfung für Nachwuchspferde im Vielseitigkeitsreiten, Geländeprüfungen in verschiedenen Klassen, dazu Springen und Dressur.

„Wir sind wirklich froh, dass wir die Möglichkeit haben, so etwas veranstalten zu können”, so Bölting. Denn er habe schon sehr viele wirklich schöne Turniere erlebt und sehe sich nun in einer gewissen Verpflichtung, den anderen Reitern auch so etwas Tolles bieten zu können.

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