Sanierung des Monte Scherbelino
Bagger auf dem „Monte Scherbelino“

Münster-Kinderhaus -

Bei der Regenkatastrophe im Juli 2014 rutschen 10 000 Tonnen Erde von der Hängen des Monte Scherbelino. Nun wird saniert.

Mittwoch, 13.06.2018, 19:00 Uhr

Bagger formen den Boden auf der alten Zentraldeponie I neu. Auch der alte Betriebsweg, der rund um den Berg führt, wird wieder hergestellt.
Bagger formen den Boden auf der alten Zentraldeponie I neu. Auch der alte Betriebsweg, der rund um den Berg führt, wird wieder hergestellt. Foto: kaj

Die letzten offenen Schäden der Regenkatastrophe, die am 28. Juli 2014 über Münster hereinbrach, werden momentan beseitigt. Bagger arbeiten am Südhang des „Monte Scherbelino“.

Die offenen Flanken der Zentraldeponie I entstanden, als sich bei dem Starkregen fast 10 000 Tonnen Erde lösten. An der Nord- und an der Südseite der 1980 stillgelegten Coerder Mülldeponie rutschten die Erdmassen abwärts. Auf der Zufahrtsstraße zur Deponie türmten sie sich mehrere Meter hoch auf.

Nun wird das alte Oberflächenprofil der Deponie wieder hergestellt. Die Arbeiten waren voriges Jahr ausgeschrieben, der Auftrag dann im November vergeben worden. Die Firma Eggers Umwelttechnik aus Ibbenbüren begann Anfang April mit der Sanierung. Andreas Brückmann, Projektbauingenieur für Deponiebaumaßnahmen von den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster, geht davon aus, dass die Arbeiten Ende August abgeschlossen sein werden. „Der Baufortschritt sieht gut aus, die Firma hat das gut im Griff“, sagt er. Erfreulich sei, so Brückmann, dass die Tonschicht, die mineralische Dichtung, weitestgehend intakt sei. Sie weise zudem fast überall eine Dicke von 52 bis 53 Zentimetern auf.

Bei der Sanierung wird der alte Boden abgetragen, um ein freies Arbeitsfeld zu haben. Auf die Tonschicht kommt ein Vlies (eine Dichtungsbahn), anschließend schluffiger Sand und zum Abschluss eine 20 Zentimeter starke Oberbodenschicht, die wieder eingesät wird.

Zur Sanierung des „Monte Scherbelino“ gehört auch die Erneuerung des alten Betriebswegs rund um den Hügel, der durch den Erdrutsch unterbrochen wurde, und der Entwässerung am Böschungsfuß. Die Zentraldeponie I war von 1957 bis 1980 die Müllkippe der Stadt Münster. Sie wurde später abgedichtet, um zu verhindern, dass Regenwasser Schadstoffe ins Grundwasser einträgt. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf rund eine Million Euro. Finanziert wird sie mit Geldern, die die Stadt Münster vom Land Nordrhein-Westfalen zur Beseitigung der Schäden der Regenkatastrophe erhalten hatte.

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