Gievenbeck

Mi., 28.01.2009

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Künstler verzweifelt gesucht

Der Rasen auf dem Kreisel an der Von-Esmarch-Straße/Busso-Peus-Straße/Roxeler Straße ist vorbereitet - jetzt fehlen nur noch die Kunstwerke. (mas)
Von Martin Schildwächter

Münster-Gievenbeck - Der Rasen ist kurz gemäht, Fundamente sind gegossen - was fehlt, ist „nur“ noch ein Künstler, der sich traut, ein Objekt auf dem Kreisel an der Von-Esmarch-Straße/Busso-Peus-Straße/Roxeler Straße aufzustellen. Anfang September des vergangenen Jahres startete die Bezirksverwaltung Münster-West einen Aufruf, dass sich Künstler melden sollten, die für eine begrenzte Zeit ein Exponat auf dem Kreisel aufstellen möchten. Dafür wurden Richtlinien aufgestellt, die Vorgaben beispielsweise in Bezug auf die Höhe geben.

Da sich bislang keine Künstler gemeldet haben, ergreift nun Bezirksbürgermeisterin Elisabeth Westrup die Initiative. „Es wäre schade, wenn das Tor nach Gievenbeck nicht verschönert wird“, meinte Westrup. Deshalb werde in Kürze der Ältestenrat der Bezirksvertretung Münster-West (Ingeborg Hißmann, Wolfhard Ediger, Anke Pallas, Prof. Dr. Kurt Poll, Elisabeth Westrup, Ursula Blankenstein und Alois Weihermann) zusammentreten. Das Ziel: Der Künstler, der zuletzt einen Drachen während der Olympischen Spiele aufgestellt hatte, soll zu einem Gespräch mit dem Ältestenrat eingeladen werden. Dann soll darüber diskutiert werden, warum Künstler bislang kein Interesse zeigen, ihre Arbeiten zu präsentieren. Zudem, so Westrup weiter, müsse überlegt werden, ob die Vorgaben von Seiten der Stadt noch verändert werden können.

Der Gievenbecker Künstler Adolph Knüppel bedauert die Tristesse auf dem Kreisel. „Die Künstler müssen sich an zu viele Vorgaben halten“, nennt Knüppel einen Grund, warum seiner Ansicht nach keine Künstler bereit sind, ihre Arbeiten zu zeigen. „Die Idee“, so Knüppel weiter, begrüße er. Deshalb müsse die Stadt auf jeden Fall einen Weg finden, um den Kreisel in Gievenbeck mit Kunstobjekten zu beleben. Auch er könne sich vorstellen, Künstler einzuladen, um mit ihnen über das Thema „Kunst im Kreisel“ zu diskutieren. Momentan schiebe die Stadt fast die gesamte Verantwortung auf die Künstler ab.


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