Gievenbeck

Mi., 01.04.2009

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Waldorfschüler treffen die richtigen Töne

Julia Schumacher spielte in der Aula der Waldorfschule auf einem ungewöhnlichen Instrument - einer Sitar.

Münster-Gievenbeck - Mit dem Song „Rock my Soul“ eröffnete die 12. Klasse der Waldorfschule ein abwechslungsreiches Programm mit dem Titel „Mensch! Mensch! Mensch!“ in der Aula der Schule. Was folgte war eine abwechslungsreiche Show über den Menschen, die die Schüler während des Schuljahres erarbeitet und in den vergangenen zwei Wochen intensiv geprobt hatten.

„Eine solche Aufführung in der 12. Klasse ist ein fester Bestandteil der Waldorfpädagogik“, so Barbara Handke, die als Eurythmielehrerin die Arbeit begleitete, in einer Pressemitteilung. „Die Schüler sollen zum Abschluss ihrer Schulzeit im Klassenverband noch einmal ihre erlangte Reife in der künstlerischen Arbeit zeigen können.“

Die 34 Schüler und Schülerinnen hatten das Thema selbst gewählt und auch die einzelnen Programmpunkte bestimmt. Unter anderem tanzten Sophie Herrick und Julia Schumacher eine selbstentwickelte Choreografie zur Musik aus „Good bye Lenin“, Gabriel Wernet wagte mit einem Text von Kurt Tucholsky einen kabarettistischen Blick auf den Klassenprimus und eine Gruppe von Schülern setzte die „Ballade über die Kindesmörderin Marie Farrar“ von Bert Brecht in Szene.

Mit dem ursprünglich in den Goldminen Südafrikas entstandenen „Gum Boot Dance“ rissen die Jungen der Klasse das Publikum mit. „Auch wenn dabei erst viel Arbeit nötig war, um in einen gemeinsamen Rhythmus zu kommen, hat es hinterher richtig viel Spaß gemacht“, berichtet Paul Schweer. Ein großer Teil des Abends bestand aus eurythmischen Darstellungen, eine Tanzkunst, die in der Waldorfschule ab der ersten Klasse gelehrt wird. Sebastian Keßeler gestaltete einen Text des islamischen Mystikers Dsachallal ad-Din ar-Rumi eurythmisch sehr stimmungsvoll, doch auch modernes wie „Jazz“ von Klaus Kinski oder Musik aus dem Film „Interview with a Vampire“ gelang den Schülern sehr dramatisch darzustellen.

Dass der Humor auch nicht zu kurz kam, gelang unter anderem durch ein Adventsgedicht von Loriot. Zum Abschluss des Abends betraten alle Schülerinnen und Schüler zu „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauß die Bühne und nahmen den wohlverdienten Applaus des Publikums entgegen.


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